Journalisten bei Oppositionskundgebung in Kenia attackiert

16.08.2026 • 19:08 Uhr
Journalisten bei Oppositionskundgebung in Kenia attackiert

Bei der Berichterstattung über eine Kundgebung der Opposition in Kenia sind zwei Journalisten der Nachrichtenagentur AFP sowie mehrere Passanten von bewaffneten Männern angegriffen worden. Ein Videojournalist und ein Fotograf der Nachrichtenagentur wurden am Sonntag in Homa Bay im Südwesten des Landes heftig geschlagen, wie die beiden schilderten. In Kenia finden im August 2027 Wahlen statt, von denen sich Staatschef William Ruto das Mandat für eine zweite Amtszeit erhofft.

Die Opposition in dem ostafrikanischen Land setzt ihrerseits darauf, die Unzufriedenheit im Land für sich zu nutzen. Das politische Klima im Land ist aufgeheizt, die Opposition klagt über vermehrte Anfeindungen. Beobachtern zufolge setzen alle politischen Lager verstärkt bewaffnete Männer ein, um politische Versammlungen ihrer Gegner zu stören oder ihre eigenen Veranstaltungen zu schützen.

Die mit Macheten, Messern und Keulsen bewaffneten Angreifer nahmen den Medienvertretern einen Teil ihrer Ausrüstung, Geld und Ausweispapiere ab. Die AFP-Journalisten erlitten Prellungen und Schnittwunden.

Chaotische Szenen in Homa Bay

Im Zentrum von Homa Bay spielten sich chaotische Szenen ab, wie die AFP-Journalisten beobachteten. Dutzende mit Stöcken und Macheten bewaffnete Männer zogen durch die Straßen, manche von ihnen griffen Passanten an und nahmen ihnen Wertgegenstände ab. Auf der Hauptstraße wurden Barrikaden errichtet, Polizisten waren zunächst nicht zu sehen. AFP-Journalisten beobachteten jedoch, dass sich Verstärkung der Polizei auf den Weg in die Stadt machte.

In Kenia finden im August 2027 Wahlen statt, von denen sich Staatschef William Ruto das Mandat für eine zweite Amtszeit erhofft. Die Opposition in dem ostafrikanischen Land setzt ihrerseits darauf, die Unzufriedenheit im Land für sich zu nutzen.