Kärntner Tagesskipässe kosten heuer bis zu 73 Euro

In neue Lifte, Beschneiung, Energieeffizienz, Sicherheit und Komfort in der angehenden Wintersaison haben die Kärntner Seilbahnen 53 Mio. Euro investiert. Wie Branchenvertreter am Dienstag bei einer Pressekonferenz mitteilten, hoffe man so, auch in Zukunft wettbewerbsfähig zu sein. Die Preise der Tageskarten steigen unterdessen auf bis zu 73 Euro. Angesichts der touristischen Buchungslage zeigten sich die Branchenvertreter zuversichtlich für das Wintergeschäft.
“Unsere Seilbahnen sind das Rückgrat des Kärntner Wintertourismus und ein entscheidender Wirtschaftsfaktor für viele Regionen”, sagte Fachgruppenobmann Josef Bogensperger jun. Die Investitionen trotz hoher Kosten seien ein wichtiges Signal für den Wintertourismusstandort Kärnten. Zu den größten Einzelinvestitionen zählen der neue Sechser-Sessellift Tressdorfer Almbahn am Nassfeld und die neue Zehner-Gondelbahn Kanzelbahn III auf der Gerlitzen Alpe. Auf der Turracher Höhe wird der Engländerlift erneuert und das “WinterWunderLand” erweitert. Die Simonhöhe erhält einen neuen Zauberteppich.
Österreichweit müsse um 20 bis 25 Prozent mehr beschneit werden als noch vor zehn Jahren, sagte Bogensperger. Als Kostenfaktor schlage sich dies im Preis für die Skipässe nieder. 73 Euro kosten die Tageskarten in den großen Skigebieten, in kleinen Skigebieten sind sie günstiger. Mit Angeboten für Familien und Kinder wollen die kleinen Skigebiete die Skifahrer ansprechen. Die Saison startet am Mölltaler Gletscher Ende Oktober, auf der Gerlitzen voraussichtlich am 4. Dezember und am Nassfeld einen Tag darauf.
Keine Skihalle für Kärnten
Angesprochen auf das vom Skiverband kürzlich lancierte Thema “Skihalle”, reagierte Bogensperger nur kurz, Kärnten habe hier keinen Bedarf: “Wir haben die Berge.” Selbst urbane Standorte wie Hamburg hätten mit geringen Besucherzahlen zu kämpfen.