Konjunkturstimmung im Mai auf niedrigem Niveau stabilisiert

11.06.2026 • 10:46 Uhr
Konjunkturstimmung im Mai auf niedrigem Niveau stabilisiert

Nach dem Einbruch infolge des Iran-Kriegs hat sich die Unternehmensstimmung zuletzt auf niedrigem Niveau stabilisiert. Im Mai blieb die Stimmung der Firmen mehrheitlich skeptisch, wobei sich die Lageeinschätzungen etwas verbesserten, geht aus einem aktuellen Wifo-Konjunkturtest hervor. Die Erwartungen für die kommenden Monate blieben indes gedämpft.

Der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormuz ist nach wie vor praktisch eingestellt. Im März gingen der Welthandel und die weltweite Industrieproduktion zurück. In den vom Iran-Krieg betroffenen Regionen brachen die Exporte und Importe ein. In den meisten Industrieländern legte der Außenhandel hingegen weiter zu, schreibt das Österreichische Institut für Wirtschaftsforschung (Wifo).

Hohe Energiepreise lassen Verbraucherpreise weltweit steigen

Der Rohölpreis der Sorte Brent kostete im Mai durchschnittlich rund 100 US-Dollar (rund 87 Euro) je Barrel. Infolge der hohen Energiepreise zogen auch die Verbraucherpreise weltweit an. In Österreich betrug die Inflationsrate im Mai laut Schnellschätzung 3,7 Prozent, wobei sich Energie um 9,8 Prozent verteuerte. Dienstleistungen waren aufgrund ihres hohen Gewichts im Warenkorb und der überdurchschnittlichen Teuerung (+4,4 Prozent) erneut der wesentlichste Preistreiber.

Österreichs Wirtschaftsleistung expandierte im ersten Quartal 2026 moderat, getragen durch positive Impulse aus der Industrie, während die meisten Dienstleistungsbranchen schwächelten. Das österreichische Bruttoinlandsprodukt stieg um 0,2 Prozent gegenüber dem Vorquartal.

Die Zahl der Arbeitslosen (einschließlich Personen in Schulung) lag Ende Mai mit 378.300 Personen um 0,8 Prozent (+2.900) über dem Vorjahreswert. Während die Arbeitslosigkeit unter Männern leicht zurückging, stieg sie unter Frauen an.