Kreuzfahrtschiff stieß gegen Schleuse Freudenau in Wien

24.07.2026 • 09:11 Uhr
Kreuzfahrtschiff stieß gegen Schleuse Freudenau in Wien

Ein Flusskreuzfahrtschiff, die “MS Anna Katharina”, mit etwa 200 Personen an Bord ist Freitagfrüh bei der Schleuse Freudenau in Wien gegen die Kaimauer sowie ein Schleusentor geprallt. Dabei wurden 14 Personen leicht verletzt, berichtete Feuerwehrsprecher Gerald Schimpf der APA. Die Passagiere, vor allem Österreicher und Deutsche, dürften durch die Erschütterung gestürzt sein. Allerdings ging niemand über Bord, das Schiff schlug auch nicht leck.

Die Einsatzkräfte, darunter auch die Berufsrettung Wien, die mit der Sondereinsatzgruppe vor Ort war, wurden gegen 4.00 Uhr alarmiert. Die Feuerwehr überprüfte, ob sich keine Personen im Wasser befanden, und sicherte das Schiff. Zugleich wurde sichergestellt, dass durch die Kollisionen keine Löcher entstanden waren, durch die Wasser eindringen könnte, so die ersten Informationen der Feuerwehr.

Rettungssprecher Daniel Melcher berichtete von 14 Patienten, von denen sechs ins Spital gebracht wurden. Glücklicherweise waren alle Verletzungen relativ leicht. Die Betroffenen klagten über Schmerzen im Rücken-, Brust- und Nackenbereich. “Es gab keine Schwerverletzten, niemand war in kritischem Zustand.”

Heftiger Aufprall

Das Schiff war gegen 4.00 Uhr stromaufwärts zur Schleuse gekommen. Die Kollision mit Kaimauer und Schleusentor dürfte sehr heftig gewesen sein, wie die erheblichen Schäden am Bug der “MS Anna Katharina” zeigen. Die Berufsfeuerwehr Wien gab Alarmstufe 2 und war mit zahlreichen Einsatzkräften am Ufer und am Wasser vor Ort.

Weitere Einsatzkräfte begaben sich an Bord und bereiteten den Abtransport der Verletzten vor. Da sich das Schiff mehrere Meter unterhalb der Hafenmauer befand, wurden fünf Personen mittels Drehleiter vom Schiff gebracht, zwei mittels Feuerwehrboot ans Ufer gebracht. Die restlichen Personen konnten auf ein anderes Schiff umsteigen. Nach der Sicherung der “MS Anna Katharina” am Ufer wurde der Einsatz der Feuerwehr, die mit 60 Einsatzkräften und 18 Fahrzeugen ausgerückt war, um 6.30 Uhr beendet.