Kühner und sein Neuling vor “einzigartiger Kulisse”

24.09.2026 • 14:45 Uhr
Kühner und sein Neuling vor "einzigartiger Kulisse"

Zum zweiten Mal geht von Donnerstag bis Sonntag die Global Champions Tour der Springreiter vor Schloss Schönbrunn über die denkbar prächtige Bühne. Neben Katharina Rhomberg ist es aus österreichischer Sicht Max Kühner, der im Ehrenhof des Schlosses den imperialen mit sportlichem Glanz veredeln will. “Die Kulisse ist einzigartig”, betonte der 52-Jährige, der sich in Wien mit einem “Neuling” versucht. “Er hat das Zeug dazu”, meinte Kühner über Vivo de Muze PS.

Der zehnjährige Wallach ist noch ziemlich frisch im Stall des Wahltirolers, der nicht nur den mit rund 308.000 Euro dotierten Grand Prix am Sonntag (20.15 Uhr/live ORF Sport +), sondern am Freitag ab 17.15 Uhr (live ORF 1 bzw. Sport +) auch den Teambewerb bestreitet – wie schon im Vorjahr für die Shanghai Swans. “Wir müssen uns das einmal anschauen. Er ist noch nie in einen Fünfsterne-Grand-Prix gegangen”, sagte Kühner über Vivo de Muze PS. Doch die Nummer 22 der Weltrangliste ist “sehr begeistert von dem Pferd. Es ist jetzt Zeit, es in diese Sphären zu bringen. Hier soll es passieren”.

Neben Kühner und Rhomberg, die diesmal keinem Team angehört, haben mit Bianca Babanitz, Lena Binder, Wolfgang Ötschmaier, Julia Kogelnig und Christoph Oberauer fünf weitere heimische Springreiterinnen und -Reiter für den GP genannt. Aus internationaler Sicht geht man es – unmittelbar nach der WM Ende August und dem Highlight-GP in Calgary vor zwei Wochen – etwas ruhiger an. So oder so versammeln sich aber Millionenwerte am Gelände, das von insgesamt 180 Reiterinnen und Reitern aus 37 Nationen – und täglich etwa 5.000 Zuschauern bevölkert wird.

Erstmals auch Dressur im Programm

Anlässlich des 20-jährigen Jubiläums der vom ehemaligen niederländischen Spitzenreiter Jan Tops gegründeten Serie ist am Freitag (Grand Prix) und Samstag (Kür) erstmals auch die Dressur im Programm – und damit eine zweite olympische Pferdesportdisziplin. “Wir zeigen in Wien heuer eine sportliche Bandbreite, die weit über einen einzelnen Hauptbewerb hinausgeht. Genau das macht die Weiterentwicklung des Turniers für uns aus”, betonte Helmut Morbitzer, Co-Veranstalter und ehemaliger Olympiareiter.