LASK und Salzburg feiern Kantersiege beim Cup-Auftakt
Mit Double-Sieger LASK und Red Bull Salzburg sind am Samstag zwei Titelanwärter mit Kantersiegen im ÖFB-Cup in die zweite Runde eingezogen. Die Linzer machten beim 7:0 (1:0) gegen den Regionalligisten Kalsdorf in der zweiten Hälfte ernst. Sorgen bereitete Trainer Dietmar Kühbauer eine mögliche Knieverletzung bei Stürmer-Neuzugang Ramiz Harakate. Salzburg feierte beim Pflichtspieldebüt des neuen Trainers Danny Röhl einen 7:1-(3:1)-Kantersieg bei Drittligist Oberwart.
Während der GAK in Wien gegen Donaufeld mit 4:0 sicher weiterkam, mühte sich Bundesliga-Aufsteiger Austria Lustenau zu einem 1:0 beim Kremser SC. Precious Benjamin erlöste die Vorarlberger (63.) gegen den von Ex-ÖFB-Stürmer Stefan Maierhofer betreuten Ostligisten. Damit hielten sich alle neun Bundesligisten bisher schadlos. Am Sonntag sind noch Rapid, Austria und Hartberg im Einsatz.
Harakate-Ersatz Lang traf viermal
Kalsdorf stellte sich dem LASK selbstbewusst entgegen. Noah Leitold vergab für den krassen Außenseiter die Großchance auf die Führung. Doch auch die Linzer gingen zunächst fahrlässig mit ihren Möglichkeiten um. Harakate ließ einen Sitzer aus und rutschte wenig später ohne Fremdeinwirkung unglücklich weg. Sein erster Griff galt dem Knie. Der Franzose spielte noch kurze Zeit weiter, ehe er von Christoph Lang ersetzt wurde. Später wurde der vom GAK nach Linz gewechselte Harakate gesichtet, wie er sich auf Krücken stützte.
Ein WM-Teilnehmer schoss den LASK zur knappen Pausenführung. Der Panamaer Andres Andrade köpfelte nach einem Standard ein (40.). In Hälfte zwei erhöhten die Oberösterreicher die Schlagzahl. Lang sorgte mit einem Doppelpack für die Vorentscheidung in einer zunehmend einseitigen Partie. Er traf per Kopf (54.) und mit einem platzierten Flachschuss (62.). Samuel Adeniran (70.), Lang mit seinen Treffern drei und vier (79./Elfmeter, 92.) und Krystof Danek (90.) schossen den Kantersieg heraus.
Salzburg beschert Röhl gelungenen Einstand
Oberwart hatte Rapid im Vorjahr in der 2. Cuprunde ein 1:2 abgetrotzt, Salzburg machte dieses Mal früh alles klar. Edmund Baidoo (8.) und Yorbe Vertessen (11.) nutzten die ersten Chancen der Bullen, die in der Folge schalten und walten konnten. Gaoussou Diakite verwertete einen Foulelfmeter zum 3:0 (33.), ehe auch der neue Salzburger Einsergoalie Christian Zawieschitzky hinter sich greifen musste. Michael Hutter verkürzte mit feiner Klinge auf 1:3 (35.).
Es war ein Achtungserfolg für den Außenseiter, der in der zweiten Hälfte in ein Debakel lief. Damir Redzic (54., 89.), Kapitän Nikolas Veratschnig (76.) und Sota Kitano (80.) brachten die Salzburger Überlegenheit im Burgenland auch auf die Anzeigetafel. Von einem “Pflichtsieg” sprach Röhl danach zufrieden im ORF. Nach einem “sehr guten Start” sah der Deutsche aber auch “ein bisschen Leerlauf in der ersten Halbzeit. Als Trainer ist man nie zufrieden mit einem Gegentor. Dann ging es schon darum, dass wir die zweite Halbzeit sehr seriös angehen”. Das Erfolgserlebnis wollte der Deutsche nicht überbewerten. “Die Gegner werden jetzt stärker. Da müssen wir genauso performen wie heute.”
Verletzungsalarm auch beim GAK
In Wien setzte Neuzugang Peter Michorl den Schlusspunkt für den GAK gegen das Team seines Onkels Josef Michorl (90.). Auch Tim Trummer (43.), Alexander Hofleitner (49.) und Leon Klassen (81.) trafen für die “Rotjacken” gegen Donaufeld. “Wir müssen hart arbeiten, ich habe noch viel Potenzial gesehen”, meinte Trainer Ferdinand Feldhofer über seine im Umbruch befindliche Mannschaft. “Wir haben heute einen großen Preis bezahlt mit Timi Trummers Verletzung, das schaut alles andere als gut aus.” Der aus Salzburg gekommene Trummer verletzte sich bei seinem Torschuss.