Linzer Airport darf keine Rinder in Drittstaaten fliegen

Nachdem der Transport von hunderten Rindern aus Ungarn über den Flughafen Linz nach Turkmenistan in den vergangenen Tagen in Oberösterreich für Aufsehen gesorgt hatte, hat das Gesundheitsministerium nun dem Airport vorläufig die Zulassung der veterinärbehördlichen Grenzkontrollstelle entzogen, berichteten die “Oberösterreichischen Nachrichten” (OÖN) am Freitag online. Der Flughafen dürfe bis auf Weiteres keine Rinder mehr per Flugzeug in Drittstaaten versenden.
Aus dem Büro von Staatssekretärin Ulrike Königsberger-Ludwig (SPÖ) hieß es laut OÖN, es seien Mängel auf ungarischer Seite im Abfertigungsprozess festgestellt worden. Zudem gebe es am Linzer Flughafen keine Möglichkeit für eine ordnungsgemäße Versorgung der Tiere. “Der Schutz der Tiere muss auch bei internationalen Transporten an erster Stelle stehen. Wenn eine ordnungsgemäße Versorgung der Tiere nicht gewährleistet werden kann, müssen wir handeln”, teilte das Büro der für Tierschutz zuständigen Staatssekretärin der APA mit. Gleichzeitig zeige der Fall “einmal mehr, wie dringend wir strengere und einheitliche europäische Regeln für Tiertransporte brauchen”, dafür werde man sich “auch auf europäischer Ebene mit Nachdruck einsetzen”.
Die Grünen haben in der Causa bereits eine schriftliche Anfrage an Verkehrslandesrat Günther Steinkellner (FPÖ) zu den Lebendtiertransporten über den Linzer Airport in den vergangenen Jahren angekündigt. Man wolle “herausfinden, ob diese Flüge gar ein konstantes Geschäftsmodell am Airport sind”, so der Landtagsabgeordnete Rudolf Hemetsberger. Zudem kündigte er einen Antrag an, “mit dem das Land als Eigentümer aufgefordert werden soll, künftig keine Lebendtiertransporte mehr über den Linzer Flughafen abzuwickeln”.