Lkw mit Strohballen im Pongau brannte: Kilometerlange Staus
Ein Lkw-Brand am Mittwoch in der Früh auf der B311 vor dem Westportal des Schönbergtunnels bei Schwarzach im Pongau hat zu einem Großeinsatz der Feuerwehr und zu kilometerlangen Staus geführt. Verletzt wurde ersten Informationen zufolge niemand. Der mit Strohballen beladene Anhänger des Lkw war laut Landesfeuerverband, Bezirk Pongau, im Tunnel in Brand geraten. Dem Lkw-Fahrer sei es noch gelungen, das Fahrzeug aus dem Tunnel zu lenken und einen Tunnelbrand zu verhindern.
Der Lkw hat gegen 7.00 Uhr zu brennen begonnen, wie ein ÖAMTC-Sprecher gegenüber der APA erklärte. In beiden Richtungen bildete sich ein kilometerlanger Stau. Verkehrsteilnehmer sollten großräumig über Lend und Mühlbach am Hochkönig ausweichen, hieß es.
Der Lastwagenfahrer konnte den brennenden Anhänger beim Westportal des Tunnels abkoppeln und so auch das Zugfahrzeug retten, wie die Feuerwehr berichtete. Autofahrer alarmierten die Einsatzkräfte, weil der Tunnel leicht verraucht war. Es wurde Alarmstufe zwei ausgelöst. Beim Eintreffen der Feuerwehr Schwarzach war der Tunnel durch die Belüftung bereits wieder rauchfrei. Deshalb habe im Tunnel keine Gefährdung bestanden, hieß es.
Als die Feuerwehr eintraf, stand ein Großteil der Ladung in Flammen. Das Feuer drohte auf den angrenzenden Wald überzugreifen. Die Feuerwehren, darunter zahlreiche Atemschutzträger, starteten sofort mit der Brandbekämpfung und legten den Schwerpunkt dabei zunächst auf den Schutz des Waldes.
Rund 140 Feuerwehrleute im Einsatz
Das Feuer konnte rasch unter Kontrolle gebracht werden. Rund 140 Einsatzkräfte der Feuerwehren aus der Umgebung standen im Einsatz. Um den Brand löschen zu können, mussten die Strohballen händisch mit Unterstützung eines Radladers und eines Lkws mit Ladekran zerteilt werden. Anschließend wurde das Stroh für den Abtransport in Mulden verladen. “Dabei flammte der Brand allerdings immer wieder auf, weshalb laufend nachgelöscht werden musste”, informierte die Feuerwehr.
Für Personen oder die Umwelt bestand laut Feuerwehr keine Gefahr durch den Rauch. Die B311 war in diesem Bereich bis um 11.20 Uhr in beide Richtungen gesperrt. Die Staus reichten bis Lend bzw. St. Johann im Pongau zurück.