Lotte de Beer dementiert Bewerbung für Festspiel-Intendanz

Lotte de Beer, Intendantin der Volksoper Wien, dementiert eine Meldung der “Kronen Zeitung”, wonach sie “die derzeit besten Chancen” für die ausgeschriebene Intendanz der Salzburger Festspiele habe soll. Es sei ihr “wichtig zu betonen, dass ich mich nicht beworben habe und selbstverständlich mit voller Überzeugung und großer Begeisterung meine Aufgabe an der Volksoper natürlich weiter erfüllen werde”, so ein der APA am Sonntagabend zugegangenes Statement.
In dem Artikel wird über die neue Führungsspitze spekuliert. So soll sich Festspiel-Präsidentin Kristina Hammer zwar für eine weitere Amtszeit beworben haben, werden aber Ex-Außenminister Alexander Schallenberg (ÖVP) “nicht nur Ambitionen, sondern auch hohe Chancen nachgesagt. (…) Der ebenfalls als Favorit gehandelte Galerist Thaddaeus Ropac soll nie wirklich Interesse an der Funktion gehabt haben. Immer wieder Interesse, aber eher keine Chancen dürfte der Präsident der Stiftung Mozarteum, Johannes Honsig-Erlenburg, haben.”
Kosky und Dorny als Favoriten gehandelt
Für die künstlerische Leitung, die nach Markus Hinterhäuser nun Karin Bergmann bis Herbst 2027 innehat, bleibe Regisseur Barrie Kosky “die heißeste Aktie im Rennen. Auch der Leiter der Bayerischen Staatsoper, Serge Dorny, soll sich beworben haben. Franz Welser-Möst hegte ebenfalls Ambitionen so wie die Rektorin der Wiener Musik-Uni, Ulrike Sych”, heißt es in der “Kronen Zeitung”. Als im Frühjahr nach einer interimistischen Hinterhäuser-Nachfolge gesucht wurde, hatte Welser-Möst allerdings energisch dementiert.
Während die Neuausschreibung der Präsidentschaft turnusmäßig stattfindet, ist die Intendantensuche außerplanmäßig, weil sich das Kuratorium und Intendant Markus Hinterhäuser Ende März einvernehmlich getrennt hatten. Vier Frauen und 17 Männer haben innerhalb der Frist ihre Bewerbung um die künstlerische Leitung eingereicht. Für die Präsidentschaft haben sich elf Frauen und 16 Männer beworben.
Die Salzburger Festspiele 2026 starten am 17. Juli und dauern bis 30. August. Die Hearings für die beiden Positionen werden erst nach der heurigen Festspielsaison stattfinden. Die Findungskommission wird dann dem Kuratorium der Festspiele berichten, das über die Besetzung der Positionen entscheiden wird.