Mehr als 40 saudi-arabische Luftangriffe im Jemen

Saudi-Arabien hat nach Angaben der pro-iranischen Houthi-Miliz im Jemen rund 40 Luftangriffe auf verschiedene Regionen des Landes ausgeführt. Betroffen gewesen seien die jemenitischen Provinzen Marib, Al-Jawf, Taiz und Hodeidah, meldete ein Fernsehsender der Miliz am Mittwoch. Von saudi-arabischer Seite gab es zunächst keine offizielle Stellungnahme zu den Angaben der Houthis. Zuvor hatte Riad Warnungen für Grenzgebiete herausgegeben.
Im saudi-arabischen Khamis Mushait nahe der Grenzen zum Jemen wurde am Mittwoch kurzzeitig eine Warnung vor einem möglichen Angriff herausgegeben. Zuvor waren bei Angriffen der Houthi-Miliz auf Ölanlagen im Süden des Königreichs Saudi-Arabien mehr als 70 Menschen verletzt worden.
Riad gab am Dienstag kurzzeitig Warnungen für drei an den Jemen grenzende Gebiete heraus. Der Zivilschutz warnte vor “potenziellen Gefahren” in den Provinzen Najran und Jizan und in der Stadt Abha. Die Houthis meldeten anschließend saudi-arabische Gegenangriffe.
Die vom Iran unterstützte Miliz hatte Ende Juli eine Seeblockade gegen Saudi-Arabien angekündigt und griff danach nach eigenen Angaben saudi-arabische Öltanker im Roten Meer sowie Ölanlagen in dem Königreich an. Im Jemen ist der bewaffnete Konflikt zwischen der Houthi-Miliz und den Regierungstruppen wieder aufgeflammt.