Meinl-Reisinger fordert “Pensionsgipfel” im Herbst

14.08.2026 • 21:38 Uhr
Meinl-Reisinger fordert "Pensionsgipfel" im Herbst

In der Debatte um ein höheres Pensionsantrittsalter hat sich nun abermals die NEOS-Chefin Beate Meinl-Reisinger zu Wort gemeldet. “Wir werden nicht umhinkommen, das gesetzliche Pensionsantrittsalter an die gestiegene Lebenserwartung anzupassen”, betonte sie am Freitag-Abend im oe24-Sommergespräch. Daher forderte sie einen Allparteien-Pensionsgipfel im Herbst.

Sie bewarb erneut das NEOS-Pensionssystem und propagierte eine schrittweise Pensionsanhebung aufgrund der steigenden Lebenserwartung. “Ich sehe da mittlerweile eine breite Mehrheit in der Bevölkerung für diesen Vorschlag”, betonte die NEOS-Chefin im Gespräch. Daher wolle sie auch mit den restlichen Parteien im September darüber sprechen. “Wir brauchen einen Allparteien-Gipfel im Herbst zum Thema Pensionen. Ich will alle in die Verantwortung nehmen, weil man muss sich auch hinstellen und den Menschen sagen, warum man nicht bereit ist, eine wichtige Reform mitzutragen”, so Beate Meinl-Reisinger.

Zur seit 1. Jänner 2026 geltenden Pensionsreform äußerte sich Meinl-Reisinger positiv: “Wir haben an so vielen Schrauben gedreht, wie seit zwei Jahrzehnten nicht”. Allerdings forderte sie wiederholt eine weitere Anhebung des Pensionsantrittsalters. “Unser Vorschlag ist, dass wir ab 2030 starten, bei den Frauen ein bisschen später, weil das Pensionsantrittsalter ja jetzt gerade angeglichen wird, und dann jährlich um zwei Monate das gesetzliche Antrittsalter erhöhen”, erklärte Meinl-Reisinger. Mit dieser schrittweisen Anpassung komme man bis 2041 auf ein Pensionsantrittsalter von 67 Jahren, so die NEOS-Chefin.