Miedler/Oberleitner ziehen ins Wiener Doppel-Finale ein
Das Tennis-Doppel Lucas Miedler/Neil Oberleitner steht beim Wiener ATP-Turnier im Finale. Die beiden gewannen am Samstag ihr Halbfinale in der Marx Halle gegen Guido Andreozzi/Manuel Guinard (ARG/FRA) 7:6(0),7:6(9). Finalgegner am Sonntag (11.30 Uhr) sind die US-Amerikaner Ryan Seggerman/Learner Tien. Für Miedler ist es das vierte Wien-Finale. 2022 und 2024 holte er mit dem Tiroler Alexander Erler den Titel, 2025 war er mit dem Portugiesen Francisco Cabral Finalist.
Der Wiener Oberleitner hingegen hatte vor dem heuer ersten Wien-Antreten mit dem Niederösterreicher in drei Teilnahmen in seiner Heimatstadt keinen Hauptfeldsieg errungen. Wie am Vortag beim Dreisatzerfolg gegen die Wimbledonsieger und Weltranglistenersten Harri Heliövaara/Henry Patten (FIN/GBR) zeigte das rot-weiß-rote Davis-Cup-Gespann aber, wie gut es nach bloß einem gemeinsamen Monat auf der Tour harmoniert. In Satz eins trumpften sie nach einem bis dahin Satz der Aufschläger im Tiebreak groß auf, ließen Andreozzi/Guinard keinen einzigen Punkt.
Oberleitner lobte diesbezüglich die Fans: “Die spielen eine große Rolle, dass man durchgetragen wird durch die Punkte. Es ist auch eine Stärke von uns, dass wir ruhig bleiben und den nächsten Punkt nehmen, wie er ist und die vergangenen Punkte in der Vergangenheit lassen.” Miedler stimmte darin ein: “Wir nehmen jede Situation an, geben uns die gewisse Ruhe, in engen Situationen macht das den Unterschied.” Das war auch im zweiten Tiebreak der Fall, als sie insgesamt vier Minibreaks nachzulaufen hatten und auch aufholten. Der dritte Matchball saß dann.
Aktuell bestes Doppel auf der Tour
Seit sie nach ihrem Zusammenschluss Anfang des Monats in Tokio in die Tour eingestiegen sind, reüssierten Miedler/Oberleitner beeindruckend. Nach einem Viertelfinale in Tokio holten sie beim ATP-1000-Turnier in Shanghai den Titel, kamen in Almaty ins Finale und spielen nun erneut um einen Titel. In diesen vier Wochen sind die beiden das beste Doppel auf der Tour. Gegen Seggerman kommt es im Finale zur Revanche, entschied der doch in Almaty mit dem Inder Yuki Bhambri das Endspiel für sich. Oberleitner mit Vorfreude: “Es pusht extrem, wenn die Halle zum Beben anfängt.”