Mindestens 18 Tote bei Erdbeben in Kolumbien

10.08.2026 • 17:17 Uhr

Bei einem Erdbeben der Stärke 7,4 in Kolumbien sind Menschen ums Leben gekommen. Der Bürgermeister der westkolumbianischen Stadt Pereira, Mauricio Salazar, sprach am Montag im Radiosender Caracol von mindestens 18 Toten in seiner Gemeinde. Berichte über Schäden und Verletzte gab es auch aus anderen Landesteilen. So habe es in der Stadt Quibdó “Verletzte und schwere Schäden an Häusern” gegeben, erklärte die Gouverneurin der Region Chocó, Nubia Carolina Córdoba-Curi.

Der Bürgermeister der Millionenstadt Cali, Alejandro Eder, berichtete von mindestens 20 eingestürzten Häusern. Unter den Trümmern würden noch mehrere Menschen vermutet. Die genauen Schäden würden nun mit Hilfe von Drohnen ermittelt.

In Bogotá wurden Gebäude evakuiert, die Schäden in der kolumbianischen Hauptstadt beschränkten sich dem Bürgermeister zufolge aber auf Risse in Gebäuden. Viele Menschen liefen in Panik auf die Straßen, als die Alarmsirenen ertönten.

Erdstöße waren weithin zu spüren

Das kolumbianische Institut für Geowissenschaften und die US-Erdbebenwarte USGS gaben die Stärke des Bebens mit 7,4 an. Das Epizentrum lag demnach nahe der Stadt San José del Palmar südlich von Medellín in der Region Chocó im Nordwesten des Landes. De Erdstöße waren aber auch in der ecuadorianischen Hauptstadt Quito sowie in Panama und Venezuela zu spüren.

An den kleineren Flughäfen in Pereira, Manizales, Quibdó, Armenia, Cartago und Buenaventura wurde der Flugverkehr “aus Sicherheitsgründen” eingestellt, wie die Luftfahrtbehörde mitteilte. Ein Tsunami sei nicht zu befürchten, erklärten Behördenvertreter.

Zuletzt hatten zwei Erdbeben der Stärke 7,2 und 7,5 das benachbarte Venezuela erschüttert. Mehr als 6.000 Menschen kamen ums Leben.