Mit Polizistentrick von Salzburgerin 30.000 Euro ergaunert

24.10.2026 • 16:46 Uhr
Mit Polizistentrick von Salzburgerin 30.000 Euro ergaunert

Unbekannte Täter haben von einer 84-jährigen Pongauerin rund 30.000 Euro ergaunert. Ein Betrüger rief die Pensionistin am Donnerstag am Telefon an und gab sich als Polizist aus. Er gaukelte ihr vor, dass es in ihrer Nachbarschaft vermehrt zu Einbrüchen käme, als Vorsichtsmaßnahme würden Polizisten ihre Wertgegenstände abholen und sicher verwahren. Die Frau deponierte Bargeld und Schmuck in einem Behältnis vor ihrem Haus. Die Täter holten es ab und verschwanden spurlos.

Im Pongau sei es in den vergangenen Tagen vermehrt zu Betrugsversuchen durch falsche Polizisten gekommen, informierte am Samstag die Landespolizeidirektion Salzburg. Beim sogenannten Polizistentrick nehmen die Betrüger meist telefonisch Kontakt mit ihren potenziellen Opfern auf und geben sich als Kriminalbeamte aus. Häufig wählen sie ältere Personen als Opfer aus. “Die Täter nutzen hier das Vertrauen in die Polizei beziehungsweise die Angst, Opfer zu werden, aus. Normalerweise erfinden sie noch einen Grund, warum die Übergabe der Wertgegenstände schnell passieren muss und hoher Zeitdruck besteht.”

Täter würden für den Betrug auch das sogenannte Call-ID-Spoofing verwenden, hieß es. Dabei manipulierten Täter die angezeigte Telefonnummer, um den Anruf seriös erscheinen zu lassen. Es werde eine andere Telefonnummer angezeigt als jene, von denen die Täter tatsächlich anrufen – “beispielsweise erscheint eine deutsche Telefonnummer, obwohl die Täter tatsächlich aus Afrika oder Asien anrufen”. Bestünden Zweifel an der Echtheit von zivilen Kriminalbeamten, sollte man den Polizei-Notruf 133 wählen. Betrugsopfer sollten umgehend an der nächstgelegenen Polizeidienststelle eine Anzeige erstatten.