Munitionsteile lösten erneuten Großbrand im Föhrenwald aus

17.08.2026 • 10:40 Uhr

Ein am Freitag ausgebrochener Großbrand im Föhrenwald in St. Egyden am Steinfeld (Bezirk Neunkirchen) dürfte laut Ermittlungen der Polizei – wie bereits ein Feuer in der Woche zuvor – durch Phosphor in Munitionsteilen einer Ende des Zweiten Weltkrieges gesprengten Fabrik ausgelöst worden sein. Diese Ursache werde “mit sehr großer Wahrscheinlichkeit” angenommen, teilte eine Sprecherin am Montag auf APA-Anfrage mit. Die Feuerwehr war nach wie vor im Einsatz.

Um die zehn Mitglieder von drei Feuerwehren waren am Montag dabei, Glutnester aufzuspüren und abzulöschen. Unterstützt wurden sie von einer Drohnengruppe. “Wir hoffen auf mehr Regen”, hieß es von der Feuerwehr. Wann “Brand aus” gegeben werden kann, war weiterhin nicht absehbar.

Mehr als 830 Feuerwehrmitglieder und elf Hubschrauber waren vergangenen Freitag im Einsatz gestanden. Weil sich die Flammen in Richtung von Wohnhäusern ausbreiteten, mussten vorübergehend Siedlungen in der Katastralgemeinde Neusiedl am Steinfeld evakuiert werden. Die rund 250 Betroffenen konnten aber noch am selben Abend wieder nach Hause zurückkehren, nachdem das Feuer unter Kontrolle gebracht worden war. Betroffen waren von dem Brand insgesamt rund 64 Hektar.

Gefahr durch umstürzende oder beschädigte Bäume

Die Gemeinde wies auf Gefahr durch umstürzende bzw. beschädigte Bäume in dem betroffenen Gebiet hin, zudem seien nach wie vor Feuerwehrfahrzeuge unterwegs. “Wir ersuchen Sie daher, derzeit von Besichtigungsfahrten in den Brandbereich Abstand zu nehmen und die Einsatzkräfte bei ihrer Arbeit nicht zu behindern”, hieß es am Montag.

Eine Woche zuvor hatte sich ein Brand im Föhrenwald auf rund 100 Hektar ausgebreitet. Das Feuer soll ebenfalls durch Phosphor in Munitionsteilen einer gesprengten Fabrik verursacht worden sein. Der Brand gehört zu den größten in Niederösterreich in den vergangenen Jahren.