Nach Brand von 200 Bootsgaragen in Rust Ermittler im Einsatz

Nach dem Brand von mehr als 200 Bootsgaragen in der Ruster Bucht am Neusiedler See in der Nacht auf Donnerstag sind am Sonntag die Ermittler des Landeskriminalamts Burgenland im Einsatz. Die Ölsperre im See ist weiterhin ausgelegt, um zu verhindern, dass Schutt und Verunreinigungen in den See gelangen. Nach der Schadensuntersuchung soll das Areal so rasch wie möglich geräumt und wieder aufgebaut werden, sagte Harald Weiss, Geschäftsführer der Ruster SeebadbetriebsgesmbH.
Bei dem Großbrand in der Ruster Bucht waren 14 Feuerwehren mit rund 300 Mitgliedern im Einsatz. Ein Übergreifen auf das Schilf konnte dabei verhindert werden, auch verletzt wurde niemand. Der Sachschaden ist jedoch enorm, waren die Ladestellen für die Elektroboote doch aus Holz mit Blechdächern errichtet.
Proben zur Wasserqualität entnommen
Weiss lobt die Feuerwehr Rust, die rechtzeitig eine Ölsperre errichtet hatte, um zu verhindern, dass sich die Verunreinigung und das Brandgut weiter im Gewässer verbreiten. Gelöscht wurde das Feuer mit Frischwasser aus dem Hydranten sowie mit Seewasser. Sachverständige vom Amt der burgenländischen Landesregierung nahmen bereits Proben, um die Wasserqualität zu untersuchen.
Bei den Bootsgaragen handelte es sich um Superädifikate der Bestandsnehmer, die auf dem Grund der Freistadt Rust standen. Wie es zu dem Großbrand gekommen ist, sollen nun die Brandermittler des Landeskriminalamts feststellen. Sobald alles begutachtet und geprüft wurde, soll der Abbruch koordiniert starten und die Trümmer entsorgt werden.