Natascha Gangl erhält Literaturpreis des Landes Steiermark

Die Autorin Natascha Gangl wird vom Land Steiermark ausgezeichnet. Die aus der Steiermark gebürtige Ingeborg-Bachmann-Preisträgerin des Jahres 2025 erhält am 9. November in Graz den mit 10.000 Euro dotierten Literaturpreis des Landes. Ebenfalls mit 10.000 Euro ist der Peter-Rosegger-Literaturpreis dotiert, der an Maria Hofer geht. Weitere Kunst- und Kulturpreise des Landes erhalten Marko Ciciliani, Wilfried Zelinka und Katrin Plavčak, wie das Land am Montag mitteilte.
Der Literaturpreis des Landes Steiermark wird im Zwei-Jahres-Rhythmus für eine herausragende literarische Leistung an eine Künstlerin oder einen Künstler mit Steiermarkbezug vergeben. Gangl (geb. 1986 in Bad Radkersburg) folgt auf zuletzt Bodo Hell (2024) und Radka Denemarková (2022).
Sprachliche Tiefe
Die Jury würdigt Gangl als eine “literarische Grenzgängerin”, die Poesie und Drama, Klangkunst und Essayistik zu (Sprech-)Texten vereine. Sie seien “von einer sprachlichen Tiefe, die ihresgleichen sucht – jedes Wort, oft jeder Buchstabe, sickert durch mehrere mögliche Bedeutungsebenen”. Mit ihrem Bachmannpreis-Gewinnertext “DA STA” habe sie ihren Stil zur Meisterinnenschaft geführt und der Steiermark “damit auch einen neuen Klassiker geschenkt”.
Der Peter-Rosegger-Literaturpreis geht an Maria Hofer (geb. 1987) für ihr literarisches Debüt “Arsen”. Die Jury lobte das Werk als “ein ungemein politisches Buch, das nicht zuletzt auch perfekt zu heutigen Ausprägungen von Roseggers Waldheimat passt”.
Fünf Preise werden verliehen
Katrin Plavčak wird mit dem Würdigungspreis für bildende Kunst ausgezeichnet, Opernsänger Wilfried Zelinka erhält den Großen Interpretationspreis des Landes Steiermark. Der Andrzej-Dobrowolski-Kompositionspreis geht 2026 an Marko Ciciliani.