NATO-Gipfel befasst sich mit Lastenteilung und Ukraine

Die Staats- und Regierungschefs der NATO-Staaten setzen die Beratungen bei ihrem Gipfel in Ankara am Mittwoch fort. Am zweiten und letzten Tag des Treffens in Ankara geht es unter anderem um die Frage der Lastenteilung in der Allianz zwischen den USA und den übrigen Verbündeten. US-Präsident Donald Trump hat wiederholt die Verteidigungsausgaben der europäischen NATO-Partner beklagt – diese betonten dagegen, dass sie ihre Investitionen zuletzt deutlich gesteigert haben.
Bei seiner Ankunft in Ankara hatte Trump erneut mehrere Verbündete kritisiert, denen er mangelnde Unterstützung seines Kriegs gegen den Iran vorhält. Die Frage ist, ob die NATO den Gipfel trotz dieser Differenzen zu einem Erfolg machen kann oder ein Eklat droht.
Daneben geht es auch um die weitere Unterstützung der von Russland angegriffenen Ukraine. Schon im Vorfeld gab es hierzu eine grundsätzliche Einigung, die die Gipfelrunde nun abschließend billigen soll. Konkret geht es darum, über zwei Jahre hinweg eine Mindestfinanzierung in Höhe von 70 Milliarden Euro pro Jahr für militärische Ausrüstung, Unterstützung und Ausbildung bereitzustellen – also insgesamt 140 Milliarden Euro. Ein EU-Hilfspaket über rund 60 Milliarden Euro bis Ende 2027 wird dabei allerdings mitgerechnet.