Neo-Nummer 1 Rybakina fordert im New-York-Finale Sabalenka

Zum zweiten Mal in diesem Jahr stehen sich die künftige Nummer eins, Jelena Rybakina, und die zuletzt 99 Wochen en suite ganz oben gestandene Aryna Sabalenka in einem Major-Finale gegenüber. Die Kasachin übernimmt am Montag, nicht zuletzt auch wegen des Sieges im Australian-Open-Endspiel, den Tennis-Thron. Am Samstag (22.00 Uhr/live Sky, Puls4) geht es um den mit 5,5 Mio. Dollar dotierten Siegerinnenscheck bei den US Open. Sabalenka hofft auf den Titelhattrick in New York.
Der “three peat” in Flushing Meadows war zuletzt Serena Williams von 2012 bis 2014 gelungen. Die Spielerin aus Belarus strebt ihren insgesamt fünften Major-Titel an. “Ich wollte unbedingt ins Finale kommen, und natürlich möchte ich den Weg jetzt bis zum Schluss gehen”, erklärte Sabalenka. “Es wird wirklich schwer, sie schlägt stark auf und hat sich in den letzten Jahren auch sehr im Spiel von der Grundlinie verbessert. Ich bin bereit für den Kampf.”
Sabalenka führt im Head-to-Head mit Rybakina 10:7, doch darauf kann sie sich nicht verlassen. Nach der Melbourne-Niederlage revanchierte sie sich aber zumindest gleich zweimal auf dem Weg zum “Sunshine Double” in Indian Wells (Finale) und Miami (Halbfinale).
Fünfter Major-Titel für Sabalenka oder dritter für Rybakina?
Rybakina steht in ihrem ersten US-Open-Finale und ihrem vierten bei einem Major. “Wir haben oft gegeneinander gespielt. Sie spielt sehr aggressiv. Ich werde jede Energie bringen müssen, die ich habe, mein bestes Service finden und die richtigen Entscheidungen im richtigen Moment treffen müssen”, sagte die Kasachin, die nach Wimbledon 2022 und eben den diesjährigen Australian Open Major-Titel Nummer drei anstrebt.
Sabalenka verliert nicht zuletzt wegen einer für ihre Verhältnisse schwachen Phase die Top-Position. Seit ihrem Turniersieg in Miami hat sie kein Turnier mehr gewonnen, die US Open sind auch ihr erstes Finale seither. “Es ist harte Arbeit, die Nummer 1 zu erreichen. Ich habe in der Mitte der Saison nicht wirklich gute Leistungen gezeigt, Jelena hat gut gespielt. Ich kann nur versuchen, bei mir zu bleiben und den Abstand gering zu halten – und die Nummer 1 ihr vielleicht wieder wegnehmen”, sagte Sabalenka lächelnd. Dazu wäre der Titel sehr hilfreich: Gewinnt Rybakina, dann hat sie 2.026 Zähler Rückstand, gewinnt Sabalenka wären es nur 626.
Frauen-Profitour finanziell angeschlagen?
Zum Ende des Grand Slams sorgt ein Bericht über die finanzielle Situation der Profiorganisation der Frauen für Wirbel. Wie der britische “Telegraph” berichtete, soll die WTA zum Ende des Jahres nur noch über 15 Millionen US-Dollar (12,9 Millionen Euro) an Reserven verfügen. Der Verlust für das Jahr 2026 sei mit 23 Millionen Dollar prognostiziert – demnach würde die WTA kommendes Jahr ihre Reserven aufgebraucht haben, sollte sich der Trend fortsetzen. Ein Großteil des Defizits sei mit der vorzeitigen Auflösung des Vertrags mit Saudi-Arabien über die Ausrichtung der WTA Finals begründet, hieß es weiter. Die WTA hat sich bisher nicht dazu geäußert.