Netanyahu: Kein Abkommen mit “Wilden” aus Iran möglich

Der israelische Regierungschef Benjamin Netanyahu schließt ein diplomatisches Abkommen mit der iranischen Führung nach eigenen Worten aus. Er bezweifle, “dass mit dieser Gruppe dort, mit diesen Wilden, eine Einigung erzielt werden kann”, sagte Netanyahu mit Blick auf die Führung in Teheran am Dienstagabend bei einer Veranstaltung in einer israelischen Siedlung in Jerusalem. “Ich sage Ihnen – eine Einigung kann nicht erzielt werden.”
Netanyahu steht diplomatischen Bemühungen mit dem Iran seit langem skeptisch gegenüber. Er bekundete zudem seine Unterstützung für den wirtschaftlichen Druck von US-Präsident Donald Trump gegen den Iran. Dieser habe beschlossen, nicht nur den Iran selbst ins Visier zu nehmen, sondern auch verstärkt gegen diejenigen vorzugehen, “die dieses Regime, diese schreckliche Diktatur unterstützen”, sagte Netanyahu. “Das ist sehr wichtig.”
Trump hatte zuletzt angesichts der stockenden Verhandlungen mit Teheran einen umfassenden “Wirtschaftskrieg” gegen den Iran angekündigt. Es werde sich um “die vernichtendste Wirtschaftsoperation” aller Zeiten handeln, erklärte er. Zudem drohte der US-Präsident jedem Land, das den Iran unterstütze oder mit ihm Geschäfte mache, mit “enormen” Strafmaßnahmen. Israel und die USA hatten am 28. Februar den Iran angegriffen. Dabei wurde Irans Oberster Führer Ayatollah Ali Khamenei, der seit 1989 an der Spitze der Islamischen Republik gestanden war, getötet.
Wahlen in Israel
Netanyahu tätigte seine Aussagen im Vorfeld einer wegweisenden Wahl in Israel. Am 27. Oktober wird dort ein neues Parlament gewählt. Laut Umfragen könnte es sowohl für das Lager des amtierenden rechtskonservativen Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu als auch die Opposition schwierig werden, eine Mehrheit zu sichern. Der beginnende Wahlkampf ist bereits von einer harten politischen Auseinandersetzung geprägt.