Neue Autobahn-Brücke nahe Graz erfolgreich verschoben

Eine komplette, rund 5.000 Tonnen schwere, neu gebaute Brücke der Südautobahn (A2) zwischen Graz-Ost und -West ist am Dienstag erfolgreich um etwa 22 Meter an ihren endgültigen Einsatzort verschoben worden. Die im Vorjahr errichtete Brücke wurde neben der Bestandsbrücke errichtet. Nach deren Abriss erfolgte nun die fünf Stunden dauernde Verschiebung mittels hydraulischer Pressen – “spektakulär und technisch fordernd”, wie die Autobahngesellschaft Asfinag mitteilte.
Das Verschieben der Brücke, die südlich der Baustelle errichtet worden war, geschah im Schneckentempo auf schienenähnlichen Vorrichtungen. Damit sei das Projekt “Neubau der Murbrücken” zwischen Graz-Ost und -West bei fast immer laufendem Verkehr in die finale Phase gekommen. In den kommenden zwei Wochen finden noch Restarbeiten statt, bis die neue Brücke auf der Richtungsfahrbahn Wien ans Festland angeschlossen und auch befahrbar ist. Bis dahin wird der gesamte Verkehr auf der Richtungsfahrbahn Italien laufen. Da aber nur fünf Fahrstreifen möglich sind – drei in Richtung Italien und zwei in Richtung Wien – komme es vor allem im Frühverkehr zu Verzögerungen.
Für die Verkehrsteilnehmer sei die Baustelle danach aber so gut wie nicht mehr bemerkbar. Abseits der neuen Brücken müssten noch zahlreiche Arbeiten erledigt werden. Unter anderem werde die Fläche, von der aus der Neubau abgewickelt wurde, zurückgebaut und neu bepflanzt. Die Gesamtfertigstellung des Bauvorhabens ist für Dezember 2026 geplant. In Summe investiert die Asfinag mehr als 30 Mio. Euro in den Neubau der beiden Murbrücken.