Neuer Hervis-Eigentümer prüft erste Schritte

Die neuen Eigentümer der defizitären Sportkette Hervis prüfen derzeit erste Maßnahmen. “Wir gehen derzeit davon aus, dass die ersten Schritte gegen Ende Februar/Anfang März feststehen und kommuniziert werden können”, so der Sprecher der neuen Eigentümer, Michael Slamanig, zur APA. Aktuell laufe “die Evaluierung des gesamten Unternehmens gemeinsam mit der Geschäftsführung von Hervis”. Man müsse von der Schließung einzelner, nicht rentabler Standorte ausgehen, hieß es gestern.
Der Salzburger Handelskonzern Spar hat sich nach mehr als 50 Jahren von seiner Sporthandelstochter getrennt, der Verkauf wurde am Montag bekannt gegeben. Neue Hervis-Eigentümer sind der deutsche Investor und Snipes-Gründer Sven Voth und Udo Schloemer, Gründer des Bürocampus Factory Berlin.
Hervis besitzt keine Immobilien
Voth und Schloemer haben keine Hervis-Immobilien übernommen. “Hervis besitzt selbst keine Immobilien, die Standorte sind gemietete Objekte”, sagte Slamanig zur APA. Spar wollte sich nicht dazu äußern, wie viele Hervis-Immobilien sich im Besitz des Handelskonzerns befinden.
Die neuen Hervis-Eigentümer wollen die Positionierung der Sporthandelskette ändern: Sportgeräte und Ausrüstung sowie das Online-Geschäft sollen künftig im Fokus stehen. Preiseinstiegsware und Modeartikel werden zurückgefahren. Ein Komplettumbau ist aber nicht geplant. “Die Marke Hervis ist gut eingeführt und steht aktuell nicht zur Diskussion”, betonte der Sprecher der neuen Eigentümer.
Der Sporthandelsmarkt wird in Österreich von Intersport und Sport 2000 dominiert, Hervis liegt laut RegioData auf Platz drei.