Neuer Protesttag in Frankreich

04.11.2026 • 21:30 Uhr
Neuer Protesttag in Frankreich

In Frankreich rufen die Gewerkschaften für Donnerstag zu erneuten Demonstrationen für höhere Löhne und gegen Sozialkürzungen auf und mobilisieren für einen Generalstreik. Unterstützt wird der Protestaufruf von der Gelbwestenbewegung und Schüler- und Studentenorganisationen. Erneut rechnen die Behörden mit mehreren hunderttausend Teilnehmern. Ein großes Polizeiaufgebot soll Ausschreitungen wie Mitte Oktober verhindern.

Dem Streikaufruf dürften vor allem Beschäftigte im öffentlichen Dienst folgen, wobei das tatsächliche Ausmaß von Beeinträchtigungen für Menschen etwa, die am Donnerstag nach Frankreich reisen, noch unklar ist. Die Staatsbahn SNCF rechnete im Fernverkehr nach Medienberichten nur mit geringen Beeinträchtigungen. Die Pariser Metro sollte wie gewohnt fahren. Die Regierung versucht unterdessen, den Protestierenden entgegenzukommen. Es werde geprüft, inwiefern der Mindestlohn über die im Jänner 2027 ohnehin anstehende Erhöhung weiter angehoben werden kann, sagte Wirtschaftsminister Roland Lescure dem Sender BFMTV. An den drei zurückliegenden Samstagen hatten bereits Demonstrationen gegen zu hohe Lebenshaltungskosten und für eine bessere Bildung stattgefunden. Am Rande der Proteste kam es zu gewaltsamen Zusammenstößen und Plünderungen.