Noch 30.000 Websites von PHP-Lücke betroffen

30.10.2026 • 08:41 Uhr

In Österreich sind noch knapp 30.000 Websites von der PHP-Lücke betroffen und verwundbar. Das hat eine Überprüfung der Risikomonitor.com Gmbh ergeben. Das österreichische Unternehmen ist auf Darknet Intelligence und Cyber-Risiko-Monitoring spezialisiert. Die aktuelle Patchrate liegt im EU-Durchschnitt, hieß es am Donnerstag in einer Pressemitteilung.

Am Tag der Offenlegung waren in den EU-Staaten, der Schweiz und in Liechtenstein 3,9 Millionen Websites mit sichtbarer PHP-Version verwundbar. Das entsprach 11,2 Prozent von 34,9 Millionen erreichbaren Websites. Österreich zählt eine Woche später nach einer Nachmessung noch 28.622 verwundbare Websites. 18,1 Prozent haben bereits gepatcht. Im EU-Vergleich ist Deutschland mit 259.891 verwundbaren Websites und einer Patch-Rate von nur 5,8 Prozent am Langsamsten. Am Schnellsten sind Litauen, Zypern, Malta und Estland mit Patch-Raten zwischen rund 38 bis 40 Prozent.

Jeder verwundbare Server hat im Schnitt 72 bekannte PHP-Lücken offen, davon 22 kritische. Fast die Hälfte der zuordenbaren Betroffenen sind Hotels, Händler, Transportunternehmen und Gastronomiebetriebe. Über verwundbare Shops und Buchungsseiten können Angreifer direkt Kundinnen und Kunden erreichen.

Vor allem kleine Betriebe betroffen

Betroffen sind vor allem kleine Betriebe, die ihre Website extern erstellen lassen und keine eigene IT-Sicherheit haben. Fast neun von zehn Websites mit erkennbarem Content-Management-System laufen mit WordPress, über 19.400 Online-Shops mit PrestaShop, Magento oder Shopware.