ÖFB-Elf müht sich zum WM-Play-off-Start zu 2:1 im Kosovo

09.10.2026 • 20:05 Uhr
ÖFB-Elf müht sich zum WM-Play-off-Start zu 2:1 im Kosovo

Österreichs Frauen-Fußball-Nationalteam hat die Weichen für den Einzug in die 2. und letzte Play-off-Runde zur WM 2027 in Brasilien gestellt. Die ÖFB-Auswahl gewann das Erstrunden-Hinspiel in Pristina gegen den Kosovo ohne zu glänzen 2:1. Das Rückspiel des Weltranglisten-23. gegen die Nummer 84 der Welt folgt am Dienstag (18.00 Uhr/live ORF1) im Sport-Club-Platz-Stadion in Wien. Louise Schöffel (37.) mit ihrem Premierentor und Nicole Billa (81.) drehten die Partie.

ÖFB-Teamchef Lars Söndergaard nahm fünf Änderungen gegenüber dem 1:2 in Norwegen zum Quali-Abschluss vor. Neu dabei waren in der Dreierkette Sarah Gutmann und Virginia Kirchberger-Prohaska, im Mittelfeld rückten Annabel Schasching und Schöffel ins Team, als ein Teil einer offensiven Dreierreihe gab Marie-Therese Höbinger ihr Comeback. Damit war wie zu erwarten nur eine Akteurin von drei Rückkehrerinnen nach Langzeitverletzungen in der Startelf. Sarah Zadrazil und Lilli Purtscheller nahmen auf der Bank Platz, wie auch auf der anderen Seite Austria-Wien-Offensivass Modesta Uka, der Adduktorenprobleme zu schaffen machen.

Kalte Dusche für ÖFB-Kickerinnen

Die ÖFB-Truppe zog von Beginn an ein Powerplay-Spiel auf, ein erster Kopfball von Kirchberger-Prohaska fiel zu schwach aus (7.). Die Kosovarinnen kamen in den ersten 45 Minuten nur einmal gefährlich in die gegnerische Hälfte, waren da aber gleich erfolgreich. Ein am eigenen Sechzehner gestarteter Konter wurde mustergültig ausgespielt, am Ende schloss die auch an der Entstehung beteiligte Ereleta Memeti (14.) von Eintracht Frankfurt eiskalt ab. Die Österreicherinnen machten den Gastgeberinnen dabei die Sache mit mangelnder Defensivarbeit sehr leicht.

Der postwendende Ausgleich lag in der Luft, eine Direktabnahme von Eileen Campbell landete an der Latte (16.). Zudem verfehlten Gutmann (29.) und Sarah Puntigam (36.) das Tor. Eine Minute später fiel das 1:1. Eine Kopfball-Hereingabe fand keine Kopfball-Abnehmerin, dafür reagierte Schöffel blitzschnell und beförderte den Ball etwas glücklich über die Torfrau ins Netz. Ihr viertes Länderspiel wird der 24-Jährigen damit noch lange in Erinnerung bleiben. Sonst fand die Söndergaard-Truppe aber zu wenig Lösungen gegen die tiefstehende 5-4-1-Formation des Kosovo. Auch die Passqualität ließ, allerdings bei schwierigen Platzverhältnissen, zu wünschen übrig.

Billa Goldtorschützin

Auch nach dem Seitenwechsel mangelte es Schasching und Co. an Ideen, um den Abwehrriegel der Heimischen aus dem Spiel heraus zu knacken. Gefährlich wurde es vorerst nur nach einem Höbinger-Eckball. Kirchberger-Prohaska verlängerte diesen und Gutmann verfehlte aus kurzer Distanz den Ball, der danebenging (57.). Ab der 62. Minute durfte auch Zadrazil ihr Comeback geben, zudem die erst 17-jährige Valentina Pötzl ihr Debüt. Mit Billa war auch ganz vorne eine neue Stürmerin dabei. Nach vergebenen Möglichkeiten von Schöffel (66.) und Zadrazil (68.) war es dann auch die Tirolerin, die die ÖFB-Elf erlöste. Nach Klein-Flanke setzte sie einen Kopfball an die Latte und staubte danach aus kürzester Distanz per Kopf ab.

Uka konnte sich beim von Sanije Krasniqi gecoachten Kosovo ab der 78. Minute nicht entscheidend in Szene setzen. Dadurch gab es für Söndergaard im dritten Länderspiel den zweiten Sieg. Nach einer Bilanz von 16:2-Angriffen auch verdient. Auf den Aufsteiger wartet in der 2. Runde ziemlich sicher die Schweiz, die das Auswärts-Hinspiel gegen Israel 7:3 gewann.