OeNB: Preise für Wohnimmobilien 2025 real gesunken

Der Traum vom Eigenheim ist im abgelaufenen Jahr 2025 für manche ein kleines Stück näher gerückt. Die Preise für Wohnimmobilien sind nominell zwar um 2,1 Prozent gestiegen, aufgrund der hohen Teuerung sind die Preise inflationsbereinigt aber gesunken, zeigen Daten der Österreichischen Nationalbank (OeNB). OeNB-Gouverneur Martin Kocher sprach laut Aussendung am Donnerstag von einer “leicht verbesserten Leistbarkeit von Wohnimmobilien”.
Gleichzeitig gebe es deutliche Unterschiede zwischen Neubau und Bestand und zwischen Wien und dem Rest von Österreich. Demnach seien die Preise in der Hauptstadt mit plus 2,9 Prozent stärker gestiegen als im Rest von Österreich ohne Wien (+1,6 Prozent).
Leistbarkeit von Immobilien leicht verbessert
Seit Beginn der Leitzinserhöhung durch die Europäische Zentralbank (EZB) im dritten Quartal 2022 seien die Preise für Wohnimmobilien hierzulande um 3,3 Prozent gesunken. Berücksichtigt man die Inflation, ergebe sich ein Rückgang von rund 16 Prozent. Gleichzeitig seien die Einkommen im selben Zeitraum um rund 19 Prozent gestiegen, insgesamt habe sich daher die Leistbarkeit von Immobilien in Österreich verbessert.
Laut OeNB zeigen sich auffällige Unterschiede in der Preisentwicklung für neue und gebrauchte Eigentumswohnungen. Bis vor der ersten Anhebung der Leitzinsen im Juli 2022 seien die Preise in beiden Segmenten stark gestiegen. Mit der Zinswende seien gebrauchte Wohnungen günstiger geworden, während die Preise für neue Wohnungen zunächst noch leicht zulegten. Seit der ersten Zinssenkung im Juni 2024 seien die Preise für gebrauchte und neue Wohnungen wieder gestiegen, wobei der Effekt bei neuen Immobilien stärker war.
Preise im Neubau kaum gesunken
Insgesamt seien die Preise für neue Wohnungen damit kaum gesunken. Basis für die Preisgestaltung seien die in der Vergangenheit hohen Kosten für Grundstücke, Bau und Finanzierung und die Gewinnerwartungen. Das spiegle sich auch in der Zahl der Verkäufe wider: Während die Transaktionen im Neubau seit der Leitzinserhöhung im Juli 2022 pro Quartal um 61 Prozent gesunken seien, lag der Rückgang bei Bestandsimmobilien bei rund 26 Prozent. Seit der Leitzinssenkung im Juni 2024 legte auch die Zahl der Verkäufe wieder zu.