Österreich führt im Davis Cup gegen Belgien 2:1

19.09.2026 • 14:10 Uhr

Österreichs Davis-Cup-Team fehlt nur noch ein Punkt zur neuerlichen Teilnahme am Final 8 im November in Bologna. Das neuformierte ÖTV-Doppel Lucas Miedler/Neil Oberleitner stellte am Samstag im Wiener Prater nach 1:53 Stunden mit einem 7:6(5),7:5-Sieg über das belgische Duo Sander Gille/Joran Vliegen vor fast 4.000 Fans auf 2:1. Im Anschluss könnte schon Jurij Rodionov im Duell der beiden Topspieler gegen Zizou Bergs den Aufstieg ins Viertelfinale fixieren.

“Ich bin überwältigt. Ich bin sehr froh, dass ich meine Leistung heute so bringen konnte”, meinte Davis-Cup-Debütant Oberleitner. Ein großer Grund dafür seien sowohl die Fans als auch sein Partner gewesen. “Es freut mich sehr, dass unser Einstieg in unsere zukünftige Partnerschaft so startet.” Auch Miedler hatte natürlich allen Grund zur Freude. “Ein unglaubliches Debüt von Neil. Es ist nicht selbstverständlich, dass man da so rausgeht und gleich so spielt beim ersten Davis Cup”, zollte Miedler seinem Neo-Partner Respekt.

Beide Spieler freuten sich über die tolle Heim-Atmosphäre. “Im ersten Satz hätte es auch in die andere Richtung gehen können. Aber ich glaube, dass wir in den entscheidenden Momenten echt stabil gespielt haben”, ergänzte der Doppel-Routinier.

Miedler: “Wollen nächstes Jahr voll angreifen”

Das Doppel verlief wie erwartet sehr ausgeglichen. Die routinierten Belgier, die 2023 immerhin im Finale der French Open gestanden waren, boten dem Neo-Duo die erwartet starke Gegenwehr. Bei prächtigen Bedingungen und echter Davis-Cup-Atmosphäre vergaben sowohl die Gastgeber als auch die Belgier jeweils einen Breakball zum 2:0 respektive zum 6:5, ehe es um Punkt 12.00 Uhr ins Tiebreak ging. In diesem nutzten Miedler/Oberleitner unter dem Jubel der Zuschauer den ersten Satzball nach 58 Minuten.

In Durchgang zwei ging es ähnlich eng zu. Bei 3:4 wehrte das ÖTV-Team einen Breakball ab und nutzte dann bei 5:5 die vierte Chance zum ersten Break im gesamten Match. Oberleitner servierte mit dem zweiten Matchball aus.

Für Oberleitner/Miedler geht es auf der Tour in Tokio los und man spielt die Asien-Tour. Danach steht Wien, – Turnierboss Herwig Straka versicherte am Samstag auch eine Wildcard, falls nötig -, und das Masters-1000-Turnier in Paris. “Wir wollen nächstes Jahr voll angreifen, weil wir wissen ja auch nicht, wie die Pläne für 2028 ausschauen. Von dem her wäre es gut, mindestens unter den ersten 30 zu stehen”, sprach Miedler mögliche Regeländerungen und Einschränkungen für das Doppel an.