Österreich nach 35:23-Erfolg in Georgien voll auf EM-Kurs

Österreichs Handball-Nationalteam hat den nächsten Schritt in Richtung Qualifikation für die EM 2028 gemacht. Vier Tage nach dem Auftaktsieg gegen die Türkei wurde die Auswahl von Teamchef Iker Romero am Sonntag in Tiflis ihrer Favoritenrolle gerecht und bezwang Georgien 35:23 (17:9). Mit vier Zählern liegt das ÖHB-Team hinter Norwegen auf Platz zwei der Gruppe 2. Die beiden Topteams lösen direkt das Ticket für die Endrunde in Spanien, Portugal und der Schweiz.
“Ich bin sehr zufrieden und glücklich mit der Leistung. Wir haben das Spiel von Anfang an kontrolliert. Es macht richtig Spaß, mit den Jungs zu arbeiten”, sagte Teamchef Romero. “Wenn du gewinnst, bist du immer auf dem richtigen Weg.” Der Fokus richte sich nun auf die beiden Duelle mit Norwegen.
In Tiflis ließ seine Mannschaft von Beginn an keine Zweifel am Ausgang aufkommen. Österreich legte fulminant los und erspielte sich eine 9:2-Führung. Defensiv verteidigte das ÖHB-Team aggressiv und konsequent, Torhüter Leon Bergmann erwies sich mit einer Abwehrquote von mehr als einem Drittel als sicherer Rückhalt.
Auch im Angriff präsentierten sich Mykola Bilyk und Co. variabel und fanden immer wieder Lösungen gegen die georgische Defensive. Mit einem komfortablen Acht-Tore-Vorsprung ging Österreich in die Pause. Nach Seitenwechsel blieb die Romero-Auswahl tonangebend und baute ihren Vorsprung weiter aus.
Im März warten Duelle mit Norwegen
In der Schlussphase nutzte der Teamchef die klare Führung, um durchzuwechseln. Beste Werfer waren Sebastian Frimmel und Jakob Nigg mit jeweils fünf Treffern, Florian Budde und Tobias Wagner steuerten je vier Tore bei. “Es war ein sehr konzentrierter Auftritt von uns. Wir haben uns im Vergleich zum Spiel gegen die Türkei nochmals gesteigert”, resümierte Frimmel.
Nach der verpassten WM-Teilnahme geht es für Österreichs Handballer im März mit den Duellen gegen Tabellenführer Norwegen weiter. Die Skandinavier bezwangen die Türkei im Parallelspiel auswärts 45:31. Neben den beiden Erstplatzierten der acht Vierergruppen qualifizieren sich auch die vier besten Gruppendritten für die EM. Das hat Österreich seit 2018 durchwegs geschafft.