Ofner scheidet in Kitzbühel wieder in erster Runde aus
Sebastian Ofner hat seine Negativserie in Kitzbühel am Dienstag fortgesetzt. Der 30-jährige Steirer unterlag dem Slowaken Alex Molcan in Runde eins nach nur 68 Minuten und einer schwachen Leistung 4:6,4:6, womit er bereits zum vierten Mal en suite in der Gamsstadt eine Auftaktniederlage erlitten hat. Vom ÖTV-Quartett spielt nur Jurij Rodionov im Achtelfinale am Mittwoch gegen den als Nummer 4 gesetzten Argentinier Tomas Etcheverry (3. Match nach 11.00 Uhr/live ServusTV).
Ofner fehlte von Beginn an sichtlich der “Touch”, was dieser auch bestätigte. “Ja. Ich glaube, dass gerade hier in Kitzbühel, wenn man sich nicht ganz so fühlt, dann ist es sehr schwierig”, gestand Ofner. “Es war ein zaches Match, ich habe nie wirklich reingefunden.” Vor allem die verlässliche Rückhand ließ ihn an diesem Tag im Stich.
Ofner war im Gegensatz zum Kitzbühel-Duell mit Molcan vor drei Jahren, als er bei einer 6:4,5:0-Führung zwei Matchbälle ausgelassen und noch verloren hatte, diesmal ohne Siegeschance. Österreichs aktuelle Nummer eins bzw. 124 im ATP-Ranking musste gleich im Auftaktgame seinen Aufschlag abgeben und zum 2:5 ein zweites Mal. Zwar verkürzte er dann noch auf 4:5, nach 32 Minuten war Satz eins dann aber Geschichte. Im zweiten Durchgang gelang Molcan ein Break zum 2:1. Danach war der Sieg des Weltranglisten-81. nicht mehr gefährdet. Warum es ihm in Kitzbühel mit Ausnahme des Halbfinales vor neun Jahren nicht so läuft, weiß Ofner: “Ich glaube generell, dass ich kein Spieler bin, der die Höhenlage liebt. Ich würde auch nie in Gstaad spielen.”
Nun folgt die Hartplatzsaison mit vielen Qualifikationen
Großen Handlungsbedarf sieht Ofner allerdings auch nicht. “Ich werde ein, zwei Tage nicht viel machen, dann geht es auf Hardcourt. Ich werde die Kanada-Amerika-Tour spielen”, sagte der 30-Jährige. Bei den ATP-1000-Turnieren in Montreal und Cincinnati ebenso wie bei den US Open wird sich Ofner in der Qualifikation versuchen, dazwischen sind Challenger in Cancun und Quebec eingeplant.
Seine Saisonzwischenbilanz vor Beginn der Hartplatzsaison sieht er dennoch positiv. “Bis auf die letzten zwei Wochen war das schon eine recht solide Saison. Ich habe knapp 480 Punkte bisher. Das Ziel sind die Top 100, das sind noch 150 bis 200 Punkte. Ich habe noch etliche Turniere, das ist ein mehr als realistisches Ziel.” Im ATP-Race liegt Ofner aktuell auf Platz 89. Als einen Höhepunkt in diesem Jahr sieht er auch noch den Davis Cup gegen Belgien Mitte September. “Heim-Davis-Cup ist immer was Besonderes, aber wir haben ein unglaublich toughes Team als Gegner. Das wird richtig schwierig.”
Für ein rot-weiß-rotes Erfolgserlebnis hatte zuvor Doppel-Vorjahresfinalist Joel Schwärzler mit Lukas Neumayer gesorgt. Das ÖTV-Duo besiegte die brasilianisch-australische Paarung Fernando Romboli/John-Patrick Smith 6:4,7:5. Schwärzlers Vorjahrespartner Neil Oberleitner schied an der Seite von Petr Nouza (CZE) hingegen aus.