Online-Plattform soll Infos rund um E-Mobilität bündeln

Eine neue Online-Plattform soll Licht ins Dunkel rund ums E-Auto bringen. “Wir wollen die E-Mobilität in das Bewusstsein der Österreicherinnen und Österreicher verstärkt einbringen”, sagte Infrastrukturminister Peter Hanke (SPÖ) am Dienstag auf einer Pressekonferenz. Die Plattform soll aktuelle Zahlen, Daten und Fakten rund um die E-Mobilität bereitstellen. Neue Förderungen für E-Autos, wie etwa in Deutschland, sind hierzulande weiterhin nicht geplant.
“Es geht darum, dass wir diese Mobilitätswende mit Ernsthaftigkeit angehen”, sagte Hanke. Die Plattform ist via erreichbar und bietet Daten und Grafiken zu Neuzulassungen, zum Ladenetz und zum Stand bei E-Bussen und E-Nutzfahrzeugen. Außerdem gibt es aktuelle Informationen zu Förderungen und gesetzlichen Rahmenbedingungen. Entwickelt und gepflegt wird die Plattform vom Ministerium gemeinsam mit der Bundesagentur Austriatech. Die Daten werden im Monatsrhythmus aktualisiert, manche seien auch tagesaktuell verfügbar, sagte Austriatech-Geschäftsführer Martin Russ. Ähnliche Angebote gebe es bereits in Deutschland und der Schweiz.
Förderungen für E-Autos derzeit nicht geplant
“Jeder fünfte neuzugelassene Pkw ist mittlerweile ein E-Auto”, sagte Hanke. Damit lag der E-Anteil an den Pkw-Neuzulassungen 2025 bei 21 Prozent, nach 17 Prozent im Jahr davor. Mit Ende 2025 habe es in Österreich mehr als 250.000 E-Pkws gegeben. Der E-Anteil am gesamten Pkw-Bestand lag bei 4,9 Prozent, ist der Plattform zu entnehmen. Bei E-Bussen will die Regierung in den kommenden Jahren “starke Impulse setzen”, im öffentlichen Verkehr sei der Umstieg auf Strom-Busse “erklärtes Ziel”. Nachholbedarf sieht der Minister unterdessen bei strombetriebenen Nutzfahrzeugen.
In Deutschland soll der Kauf von E-Autos ab dem 1. Jänner 2026 rückwirkend wieder gefördert werden. Für Privatpersonen gibt es, je nach Einkommens- und Lebenssituation, einen Zuschuss von bis zu 6.000 Euro. In Österreich seien aufgrund der budgetären Lage “momentan keine Förderungen” geplant, sagte Hanke. Der Minister will “auf den Markt” setzen, der derzeit “weitaus besser funktioniert als noch vor zwei Jahren”. Mit Blick auf den Markt für gebrauchte E-Autos will sich Hanke mit Fachleuten über mögliche Maßnahmen austauschen.
Minister will Preistransparenz an der Ladesäule verbessern
Zum Thema Preistransparenz an der Ladesäule sei der Minister “derzeit in intensiver Diskussion” mit Sozialministerin Korinna Schumann (SPÖ), die auch für Konsumentenschutz zuständig ist. Hanke will “diese Preislogik zu einer Logik werden lassen und nicht zu einem Zufallsprodukt, wie wir es momentan spüren”. Das Angebot müsse jedenfalls vergleichbarer werden, “so wie wir es von Tankstellen kennen”. Der Minister rechnet damit, dass die Regierung hierzu vor dem Sommer 2026 “eine entsprechende Neuerung” präsentieren wird.