OPEC+ beschließt höhere Ölproduktion ab August

05.07.2026 • 14:37 Uhr
OPEC+ beschließt höhere Ölproduktion ab August

Trotz fallender Ölpreise hat sich der Förderstaatenverbund OPEC+ auf eine höhere Produktion ab August geeinigt. Die Staatengruppe, zu der die OPEC-Länder und andere Produzenten wie Russland gehören, einigte sich am Sonntag auf eine Erhöhung der Fördermenge um 188.000 Barrel am Tag, wie die OPEC+ mitteilte.

Bereits im Juni und Juli hatte es eine ähnliche Ausweitung gegeben. Allerdings standen diese Erhöhungen eher auf dem Papier, weil die Meeresenge von Hormuz für Tanker wichtiger Produzenten wie Saudi-Arabien oder Kuwait wegen des Krieges zwischen den USA und dem Iran geschlossen war.

Wegen des Konfliktes sank die Produktion der OPEC+-Länder von knapp 43 Millionen Barrel am Tag im Februar auf gut 33 Millionen im Mai. Der weltweite Verbrauch liegt insgesamt bei etwa 100 Millionen Barrel.

Ölpreise wieder auf Vorkriegsniveau

Trotz der Lieferengpässe sind die Ölpreise wieder auf Vorkriegsniveau: So notiert die Nordseesorte Brent inzwischen bei 72 Dollar je Barrel, nachdem in der Spitze dafür 120 Dollar fällig wurden. Gründe dafür sind eine niedrigere Nachfrage aus China, mehr Exporte von Produzenten außerhalb der Golfregion und die koordinierte Freigabe strategischer Reserven zahlreicher Länder.

Viele Marktteilnehmer erwarten, dass sich die weltweite Ölproduktion normalisieren wird, weil es zwischen den USA und dem Iran zumindest eine vorläufige Verständigung auf ein Ende der Kämpfe gibt.