OPEC+ erhöht Obergrenze für Ölförderung

02.08.2026 • 16:40 Uhr

Das Ölkartell Opec+ hat die Obergrenze für die Ölförderung zum sechsten Mal in Folge angehoben. Es weitet die erlaubte Produktionsmenge für September um täglich 188.000 Barrel (je 159 Liter) aus. Das teilten die sieben Länder der OPEC+ nach ihrem Online-Treffen mit.

Wie Analysten betonen, bedeutet eine Anhebung der Obergrenze nicht automatisch, dass mehr Öl auf den Weltmarkt gelangt. Große Produzenten wie Saudi-Arabien erreichten bei der Förderung in den vergangenen Monaten gar nicht die ihnen zugeteilte Höchstmenge. Das liegt vor allem an der Teilblockade des wichtigen Seewegs Straße von Hormuz, durch die ein großer Teil des saudischen Öls transportiert werden müsste.

Ölpreis seit Februar stark gestiegen

Die Opec mit Sitz in Wien koordiniert die Ölförderquoten ihrer Mitglieder, um den Preis auf dem Weltmarkt zu steuern. Der Preis für ein Barrel der Sorte Brent ist seit den ersten Angriffen der USA und Israels auf den Iran Ende Februar um etwa 26 Prozent gestiegen. Er liegt zurzeit bei rund 88 Dollar (77 Euro). Der Iran hatte unter anderem mit einer Blockade des wichtigen Seewegs auf die Angriffe reagiert.

Der Kerngruppe der OPEC+ gehören Saudi-Arabien, Russland, Irak, Kuwait, Kasachstan, Algerien und der Oman an. Die Gruppe will am 6. September über ihre weitere Förderpolitik beraten.