Pensionierung von Wiens Dompfarrer Faber bestätigt

24.07.2026 • 10:45 Uhr
Pensionierung von Wiens Dompfarrer Faber bestätigt

Anton Faber wird mit 31. August 2027 als Dompfarrer von St. Stephan in Pension gehen. Die Erzdiözese Wien bestätigte am Freitag einen entsprechenden Bericht der “Presse”. Fabers Abgang war schon seit Längerem bekannt geworden, nun hat man sich “in gutem Einvernehmen” geeinigt. Faber bleibe auch nach seiner Pensionierung “aktiver Priester und Seelsorger im herausfordernden Umfeld der City-Pastoral”, so der Sprecher der Erzdiözese, Michael Prüller, laut “Kathpress”.

Mit der Einigung, der Gespräche mit Wiens neuem Erzbischof Josef Grünwidl vorangegangen waren, beginnt nun auch der Auswahlprozess für die Nachfolge Fabers als Dompfarrer für eine Amtsübernahme per 1. September 2027. Der scheidende Dompfarrer werde voraussichtlich noch heuer von seiner Wohnung im Churhaus am Stephansplatz in eine nahe “alterstaugliche” Wohnung übersiedeln, die sich im Eigentum des Domkapitels befindet. Faber sei zudem “frei, sich darüber hinaus neuen Aufgaben zu widmen”.

Kritik an Lebensstil

Kritik an Faber hatte es nicht erst seit seinen öffentlichen Auftritten mit einer Frau gegeben. Schon lange zuvor hatte sich der Geistliche, der erzbischöflicher Zeremoniär unter Hans Hermann Groer und danach bei Kardinal Christoph Schönborn war, intensiv in Society-Kreisen bewegt und inszeniert. Dass sich Faber offen für einen liberaleren Umgang mit dem Zölibat ausgesprochen hatte, dürfte hingegen weniger ein Grund dafür sein, dass ein Leitungswechsel für die Pfarre forciert wurde.