Pfanner 2025 mit leichtem Umsatzzuwachs

Der Vorarlberger Fruchtsafthersteller Pfanner hat im Geschäftsjahr 2025 seinen Umsatz um gut ein Prozent auf 460 Mio. Euro (2024: 455 Mio. Euro) gesteigert. Pfanner sprach in einer Aussendung am Donnerstag von einem herausfordernden wirtschaftlichen Umfeld, auch 2026 sei bisher “geprägt von zurückhaltendem Konsum und hohen Anforderungen”. In der Geschäftsführung kam es zu einem Generationenwechsel, erstmals seien Vertreter der sechsten Familiengeneration in Führungsaufgaben.
Zu weiteren Kennzahlen macht das Familienunternehmen traditionell keine Angaben. In der Gruppe habe man im vergangenen Jahr rund 25 Mio. Euro investiert, Schwerpunkt war der Stammsitz in Lauterach (Bez. Bregenz). Für 2026 plane man Investitionen von rund 35 Mio. Euro, die unter anderem in eine neue Dosenanlage fließen, um der steigenden Nachfrage nach Dosenprodukten gerecht zu werden. Weiter ausgebaut werden sollen die Lagerkapazitäten und die Digitalisierung.
Obwohl sich die Rohstofflage etwas entspannt habe, bleibe das Marktumfeld anspruchsvoll. Auf verändertes, zurückhaltendes Konsumverhalten müsse man flexibel und mit kontinuierlichen Innovationen reagieren. Man blicke trotz der Herausforderungen zuversichtlich in die Zukunft, so Peter Pfanner.
Sechste Generation in Führungsaufgaben
Mit ein Grund dafür ist eine Verjüngung in der Unternehmensleitung: Mit dem Ausscheiden von Vertriebs- und Marketingvorstand Hans Lanzinger Anfang Jänner nach 30 Jahren im Unternehmen setze sich das Gremium künftig aus Peter Pfanner (Vertrieb und Einkauf), Hermann Pfanner (Produktion) und Daniel Prahl (Finanzen) zusammen. Mit Richard Pfanner, Geschäftsführer Produktion der Hermann Pfanner Getränke GmbH, und Maximilian Pfanner als Marketingleiter hätten Vertreter der sechsten Familiengeneration zentrale Aufgaben übernommen, ein “wichtiger Meilenstein in der kontinuierlichen Weiterentwicklung des Familienunternehmens”.
Die in ihren Ursprüngen 1856 gegründete Pfanner Gruppe hat nach eigenen Angaben einen Exportanteil von rund 88 Prozent. Hauptmärkte sind Österreich, Deutschland, Italien und Tschechien. Weltweit ist man in über 80 Ländern aktiv, Produktionsstätten gibt es in Lauterach, Enns, Hamburg, im italienischen Policoro und in Bar in der Ukraine. Das Unternehmen beschäftigt rund 1.020 Mitarbeitende, davon 580 in Österreich.