Prozess nach tödlichem Felssturz in Steyr geht weiter

Der Prozess nach einem Felssturz im Steyrer Stadtteil Unterhimmel 2023, bei dem zwei Arbeiter getötet wurden, geht am Donnerstag nach mehrmonatiger Unterbrechung weiter. Der Seniorchef eines Kärntner Sprengunternehmens, dessen Sohn bei dem Unfall starb, sowie ein Geologe müssen sich wegen fahrlässiger Tötung verantworten. Beide verantworteten sich bisher nicht schuldig. Das Gericht hatte noch ein Gutachten zum Sturzgeschehen in Auftrag gegeben, dieses liegt nun vor.
Am 8. Februar 2023 waren im Zuge von Hangsicherungsarbeiten zwei Arbeiter, 31 und 64 Jahre alt, dabei, einen großen Felsblock vom bröckelnden Hang abzutragen. Dabei lösten sich rund 3.000 Kubikmeter Gestein und begruben die beiden Männer. Wegen der extrem gefährlichen Situation am Unglücksort dauerte es sechs Tage, bevor die beiden Toten geborgen werden konnten. Durch den Felssturz wurden zudem ein Nebengebäude eines Wohnhauses und eine Garage beschädigt. Insgesamt mussten vier Gebäude evakuiert werden. Ein Urteil ist für Dienstag geplant, bei Schuldsprüchen drohen den Angeklagten bis zu zwei Jahren Haft.