René Schimanek wegen Besitzes von Sprengmitteln verurteilt

25.09.2026 • 14:23 Uhr
René Schimanek wegen Besitzes von Sprengmitteln verurteilt

René Schimanek, früherer Büroleiter von FPÖ-Nationalratspräsident Walter Rosenkranz, ist in Krems wegen unbefugten Besitzes von Sprengmitteln und Kriegsmaterial verurteilt worden. Der Prozess drehte sich um Funde an der Wohnadresse des ehemaligen freiheitlichen Politikers in Langenlois (Bezirk Krems). Schimanek erhielt fünf Monate bedingt und 7.200 Euro Geldstrafe, bestätigte ein Gerichtssprecher am Freitag auf Anfrage einen “NÖN”-Bericht. Das Urteil ist rechtskräftig.

Schimanek wurden in der Einzelrichterverhandlung vergangenen Montag Verstöße gegen das Waffen- und Sprengmittelgesetz vorgeworfen. Im Zuge einer Überprüfung des Waffenverbots heuer im Juni waren an seiner Wohnadresse 79 Sprengkapseln, drei elektrische Sprengzünder und ein Reizstoffwurfkörper gefunden worden, die er – wenn auch nur fahrlässig – unbefugt besessen haben soll. Der Angeklagte zeigte sich geständig, berichteten die “NÖN”.

Schimanek verzichtete auf Rechtsmittel

Der Angeklagte wurde zu 180 Tagessätzen zu je 40 Euro und zu fünf Monaten auf Bewährung verurteilt. Die Probezeit beträgt drei Jahre. Während Schimanek auf Rechtsmittel verzichtete, gab die Staatsanwaltschaft keine Erklärung ab. Mit Freitag wurde das Urteil rechtskräftig, teilte der Sprecher des Landesgerichts mit.

Schimanek war heuer im März am Landesgericht Krems wegen Wiederbetätigung in Verbindung mit der Todesanzeige für seinen Vater, den früheren niederösterreichischen FPÖ-Chef und Landesrat Hans Jörg Schimanek senior, zu einem Jahr bedingt verurteilt worden. Er hatte Ende Dezember 2024 die Veröffentlichung der Parte mit dem in rechtsextremen Kreisen verbreiteten Zitat “…und ewig lebt der Toten Tatenruhm” und dem “Irminsul”-Symbol auf der Webseite von Langenlois veranlasst. In Verbindung mit dem Forsthaus, das jahrelang an die Familie Schimanek vermietet war, war die Stadtgemeinde als Eigentümerin des Objekts mit ihrer Räumungsklage gegen Schimanek in zweiter Instanz vor dem Landesgericht Krems erfolgreich.

Kritik an Tätigkeit für Freiheitliches Bildungsinstitut

Nach der Geschworenenverhandlung im März gab Schimanek seinen Austritt aus der FPÖ bekannt, um Schaden von der Partei abzuwenden. Außerdem legte er sein Mandat als Stadtrat in Langenlois zurück. Nachdem er im Februar 2025 um Auflösung seines Dienstverhältnisses als Büroleiter von Rosenkranz gebeten hatte, wechselte er zum Freiheitlichen Bildungsinstitut (FBI).

Die Tätigkeit sorgte am Freitag erneut für Kritik. “Wann zieht die FPÖ endlich Konsequenzen?”, wollte Lukas Hammer, Rechtsextremismussprecher der Grünen, in einer Aussendung wissen. Er forderte von Bundesparteichef Herbert Kickl und Rosenkranz eine Erklärung, warum Schimanek “trotz dieser rechtskräftigen Verurteilungen weiterhin im freiheitlichen Umfeld beschäftigt ist”.