Rumänien zerstört russische Drohnen nahe Förderplattform
Rumänische Militärtaucher haben am Dienstag im Schwarzen Meer zwei russische Drohnen gesprengt. Diese trieben unweit der Förderplattform des von OMV Petrom mitbetriebenen Offshore-Erdgasprojekts “Neptun Deep”. Wie Verteidigungsminister Radu Miruta (Reformpartei USR) am Dienstagabend bekannt gab, waren die vermutlich abgestürzten Drohnen von einem Schiff gesichtet worden, das Arbeiten an der Plattform durchführte. Das Schiff verständigte umgehend die rumänische Küstenwache.
Diese habe sofort Militärtaucher vor Ort entsendet, die die beiden Drohnen gesprengt hätten. Dabei habe es sich um zwei russische Mehrzweck-Flugdrohnen vom Typ Gerbera gehandelt, die wohl abgestürzt seien und letztlich etwa 90 Seemeilen (165 Kilometer) vor der Hafenstadt Constanta unschädlich gemacht werden konnten. Neben den beiden Drohnen seien auch weitere Drohnenüberreste gesichtet worden, sagte Miruta. Das rumänische Verteidigungsministerium habe anschließend auch die Behörden in Kiew kontaktiert, die bestätigt hätten, dass die zerstörten unbemannten Flugobjekte keine ukrainischen gewesen sind, fügte der Ressortminister hinzu.
Das Offshore-Förderprojekt “Neptun Deep” im rumänischen Teil des Schwarzen Meeres ist das größte Erdgasprojekt des Landes, es wird zu gleichen Teilen von der OMV-Tochter Petrom und dem rumänischen Staatskonzern Romgaz entwickelt.