Salzburg und WSG nehmen im Cup-Achtelfinale Zweitliga-Hürden
Glanzlos ist Red Bull Salzburg am Mittwoch ins Viertelfinale des ÖFB-Fußball-Cups eingezogen. Bei Zweitligist Bregenz feierte der neunfache Titelträger einen knappen 3:2-(2:1)-Sieg und steht zum 16. Mal in Folge im Viertelfinale. Mehr Probleme mit einem Club aus der zweithöchsten Spielklasse hatte die WSG Tirol im Derby bei Wacker Innsbruck, die Wattener siegten erst im Elferschießen 4:3 (2:2,1:1,1:1). Ab 20.30 Uhr steht das OÖ-Derby zwischen dem LASK und Ried an.
Salzburg-Trainer Danny Röhl rührte in puncto Personal kräftig um, nahm neun Veränderungen im Vergleich zum 3:1 beim LASK am vergangenen Sonntag vor. U.a. kamen sonst wenig berücksichtigte Spieler wie Stefan Lainer, John Mellberg, Umut Tohumcu oder Frans Krätzig neu. In dieser Formation verpassten die Bullen den Hoffnungen des Tabellenelften der 2. Liga schon in der zweiten Minute nach einem von Karim Konate abgeschlossenen Konter einen schweren Dämpfer.
Gute Vorstellung der Bregenzer
Doch die brasilianisch-japanische Auswahl mit rot-weiß-rotem Beitrag von Mittelfeldmann Lars Nussbaumer wehrte sich mit durchaus ansehnlichem und mutigem Kick und glich nach schöner Kombination durch Genta Omotehara aus (33.). Salzburg blieb freilich am Drücker, vertändelte den einen oder anderen Angriff, legte durch Yorbe Vertessen aber noch vor der Pause wieder vor (43.) und schien durch einen Lainer-Kopfball (57.) die Vorentscheidung geschafft zu haben.
Mit einem Freistoß-Standard und Abschluss von Mateus Cecchini (59.) belohnten sich die Gastgeber für eine gute Vorstellung aber neuerlich und machten es zumindest noch einmal spannend. Salzburg ließ weitere Gelegenheiten verstreichen, geriet defensiv immer wieder leicht ins Schwimmen und durfte schließlich nicht ganz unglücklich über den Abpfiff sein.
Wacker brachte die WSG ins Schwitzen
Mehr noch als Bregenz hatte sich Wacker Innsbruck Hoffnungen gemacht. Doch vor ausverkauftem Haus und rund 16.000 Zuschauern am Tivoli geriet der Traditionsclub gegen den in der Hauptstadt wenig beliebten Rivalen schnell in Rückstand. Husein Balic (5.) brachte die WSG, die ihre Ligaspiele vor meist schütter besetzten Rängen ebenfalls am Tivoli bestreitet, in Front. Wacker ließ sich davon aber nicht beirren, schaffte den schnellen Ausgleich durch Luis Gstrein (16.) und bereitete den Favoriten echte Schwierigkeiten.
In der zweiten Hälfte steigerte sich Wacker, angetrieben vom eigenen Anhang, weiter und lieferte der WSG einen offenen Kampf. In der Verlängerung schien dieser nach dem Treffer von Thomas Sabitzer (110.) verloren zu sein, ehe Gabriele Biancheri die Hausherren mit dem neuerlichen Ausgleich belohnte (116.). Im Elferschießen hatte Bright Owusu im sechsten Versuch Wackers Triumph vor Augen, traf aber nur Aluminium. Im Gegenzug entschied WSG-Goalie Salko Hamzic mit seiner dritten Parade im Finale die Partie.