Salzburg in EL gegen AC Milan, Sturm gegen Ex-Coach Ilzer

28.08.2026 • 19:36 Uhr

Red Bull Salzburg bekommt es in der Ligaphase der Fußball-Europa-League zu Hause mit AC Milan, Sparta Prag, Crystal Palace und Ararat-Armenia sowie auswärts mit Bayer Leverkusen, RSC Anderlecht, NK Celje und Lewski Sofia zu tun. Für Sturm Graz kommt es zum Wiedersehen mit Ex-Trainer Christian Ilzer beim Gastspiel bei 1899 Hoffenheim. Auswärts geht es auch gegen AZ Alkmaar, Dinamo Zagreb und Bournemouth. In Graz gastieren Olympique Marseille, Stade Rennes, Celje und OFI Kreta.

Das hat die am Freitagnachmittag in Monaco durchgeführte Auslosung ergeben. Der Auftakt erfolgt am 16. oder 17. September, die achte und letzte Runde geht am 28. Jänner 2027 über die Bühne. Die besten acht Teams ziehen danach direkt ins Achtelfinale ein, die Mannschaften auf den Positionen neun bis 24 kämpfen in der Zwischenrunde um den Einzug in das elitäre Feld der Top 16. Für die restlichen Teilnehmer ist die Europacup-Saison zu Ende. Den genauen Spielplan gibt die UEFA bis spätestens Sonntag bekannt.

Kleinigkeiten werden laut Röhl entscheiden

“Auf den ersten Blick haben wir sicher mit Milan, Crystal Palace und Leverkusen drei Mannschaften mit großen Namen, die einen hohen Marktwert haben, was ein Indiz für Qualität ist. Dann würde ich die anderen fünf Mannschaften sehen, 50:50-Spiele, wo man gut punkten kann”, sagte Salzburg-Trainer Danny Röhl. In der Europa League würden Kleinigkeiten entscheiden. Der Deutsche spricht aus Erfahrung, war er in diesem Bewerb doch auch vergangene Saison noch als Coach der Glasgow Rangers im Einsatz. “Es wird wichtig sein, dass wir auf diesem Level absolut fehlerfrei spielen, denn Fehler werden eiskalt bestraft”, sagte Röhl, dessen Truppe sich von Spiel zu Spiel in den Bewerb reinentwickeln solle.

Besonders groß ist die Vorfreude im Salzburger Lager auf das Duell mit Milan. “Ich habe in meiner Karriere, so glaube ich, noch nie gegen ein italienisches Topteam gespielt, deshalb freue ich mich auf dieses Match am meisten. Zlatan Ibrahimovic war mein Vorbild, deshalb habe ich damals den Club auch verfolgt, es ist ein unfassbar großer Club”, meinte Salzburg-Stürmer Haris Tabakovic. Mit Milan kommt es zu einem Wiedersehen, in der Gruppe E der Champions League hatte es im Herbst 2022 zu Hause ein 1:1 und auswärts ein 0:4 gegeben. Maurits Kjaergaard ist der einzige aus der aktuellen Salzburg-Truppe, der auch bei den damaligen Partien schon im Kader und jeweils auch in der Startelf war.

Röhl fiebert zusätzlich als “Kind der deutschen Bundesliga” der Partie gegen Leverkusen entgegen. Bei der Bayer-Elf ging Salzburg im November 2024 in der Champions League mit 0:5 unter. In derselben CL-Kampagne setzte es im September 2024 bei Sparta Prag eine 0:3-Niederlage. Gute Erinnerungen hat man dafür an Lewski Sofia, die Bulgaren wurden im Herbst 2009 in der Europa League zweimal mit 1:0 bezwungen. Gegen Crystal Palace kommt es zum Premierenduell. Nach der erfolgreichen UEFA-Cup-Qualifikation im August 2008 gegen Banants Eriwan wartet wieder einmal ein Vertreter aus Armenien.

Sturm freut sich auf Duell mit alten Bekannten

Sturm kennt nur zwei Gegner aus der Europacup-Vergangenheit. Im Champions-League-Herbst 1999 gab es gegen Marseille zu Hause ein 3:2 und auswärts 0:2 sowie gegen Zagreb auswärts ein 0:3 und zu Hause ein 1:0. Für Brisanz sorgt aber vor allem das Duell mit Hoffenheim. “Das sind die Geschichten, die der Fußball schreibt”, sagte Sturm-Trainer Fabio Ingolitsch im ORF. “Wir hätten uns sehr über ein Heimspiel gegen sie gefreut, nehmen aber auch gerne diese Reise Richtung Hoffenheim auf uns.”

Bei den Hoffenheimern spielen mit Sportchef Andreas Schicker und Ilzer zwei ehemalige Verantwortliche für den Aufschwung von Sturm tragende Rollen. “Ich habe direkt WhatsApp-Nachrichten bekommen, nachdem wir das Spiel gegen Sturm Graz zugelost bekommen haben. Ich habe schon ein bisschen darauf gehofft, weil man viele altbekannte Gesichter wiedersehen wird”, sagte Schicker. “Das wird ein sehr interessantes Match”, ergänzte Michael Parensen, sein Nachfolger als Sturms Geschäftsführer Sport.

In der Vorsaison waren Salzburg mit sechs und Sturm mit sieben Zählern in der Ligaphase der Europa League ausgeschieden, der Einzug in die K.o.-Phase wurde jeweils verpasst. “Hoffentlich holen wir heuer ein paar mehr Punkte und schaffen es”, erklärte Parensen. “Wir sind ziemlich zufrieden mit der Auslosung. Es sind interessante Gegner, auch Gegner auf demselben Level wie wir. Wir freuen uns auf die Kampagne.”