Saudi-Arabien fängt ballistische Rakete der Houthi ab
Saudi-Arabien hat eigenen Angaben zufolge eine ballistische Rakete abgefangen, die in Richtung der Hauptstadt Riad unterwegs war. Saudi-arabische Streitkräfte hätten “eine von der terroristischen Houthi-Miliz in Richtung Riad abgefeuerte ballistische Rakete abgefangen und zerstört”, erklärte am Dienstag Turki al-Malki, Sprecher einer von Saudi-Arabien angeführten Militärkoalition. Journalisten der Nachrichtenagentur AFP berichteten von zwei Explosionen in der Hauptstadt.
Kurz zuvor hatten die Behörden eine Warnung herausgegeben. Die Stadt Riad habe “eine Warnung herausgegeben, um auf eine potenzielle Gefahr hinzuweisen”, erklärte der saudi-arabische Zivilschutz im Onlinedienst X.
Houthi haben Angriff verstärkt
Saudi-Arabien wird fast täglich von Raketen und Drohnen der pro-iranischen Houthi-Miliz angegriffen. Die Houthi zielen dabei auf Militärstützpunkte, Flughäfen und Energieinfrastruktur. In den vergangenen Tagen haben die Houthi ihre Angriffe verstärkt, insbesondere auf den Flughafen von Riad. Bei einem Angriff am 10. Oktober waren 13 Menschen getötet und Hunderte weitere Menschen verletzt worden. Der Flughafen wurde daraufhin geschlossen.
Mit dem US-israelischen Angriff auf den Iran Ende Februar ist auch der Konflikt zwischen den Houthi und der jemenitischen Regierung wieder eskaliert. Eine von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition greift die Miliz im Jemen an und unterstützt damit die jemenitische Regierung im Kampf gegen die vom Iran unterstützten Kämpfer.
Großbritannien will einem Bericht zufolge Kampfjets zum Schutz von Saudi-Arabien entsenden. Eurofighter-Typhoon-Jets der Royal Air Force sollen demnach Städte und Infrastruktur des Königreichs gegen Luftangriffe Houthi-Miliz verteidigen, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf britische Regierungsvertreter. Zudem stelle Großbritannien ein Transportflugzeug vom Typ Airbus A400M Atlas sowie Militärberater zur Verfügung.
UNICEF sorgt sich um Wasserversorgung im Jemen
Das UNO-Kinderhilfswerk UNICEF warnte unterdessen vor einer möglichen Unterbrechung der Wasserversorgung in der Stadt Taiz im Jemen. 1,6 Millionen Kinder wären davon betroffen, hieß es am Dienstag in einer Presseaussendung. UNICEF halte die Versorgung aufrecht, doch Kämpfe und Treibstoffmangel gefährdeten Wasserpumpen und andere lebenswichtige Dienste.