Schweizer “Schoggi”-Hersteller setzten 2025 weniger ab

Die Schweizer Schokoladenbranche hat 2025 deutlich weniger “Schoko”-Tafeln, Pralinen und andere Produkte verkauft, gleichzeitig aber mehr umgesetzt. Grund dafür sind die Preisaufschläge für Produkte, um die stark gestiegenen Rohstoffkosten aufzufangen.
Die insgesamt abgesetzte Menge an Schweizer Schokolade, im Ursprungsland gerne “Schoggi” genannt, schrumpfte gegenüber dem Vorjahr um 7,9 Prozent auf 192.548 Tonnen, teilte der Verband Chocosuisse am Freitag mit. Dabei waren sowohl die Verkäufe im Inland als auch im Ausland rückläufig.
Anderes Bild beim Umsatz
Beim Umsatz zeigt sich hingegen ein anderes Bild: Dieser kletterte um 11,8 Prozent auf 2,47 Mrd. Franken (2,7 Mrd. Euro). Der Zuwachs sei in erster Linie auf höhere Produktionskosten zurückzuführen – allen voran die Kakaopreise -, die an die Kunden weitergegeben wurden.
Die Preisanpassungen hätten sich im Konsum bemerkbar gemacht, teilte Chocosuisse weiter mit. Pro Kopf wurden in der Schweiz 2025 noch 10,3 Kilogramm Schokolade gegessen, 2,7 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Besonders deutlich fiel der Rückgang bei Schweizer “Schoggi” aus (-4,5 Prozent), während importierte Produkte nahezu auf dem bisherigen Niveau blieben.
Die Hersteller seien weiterhin unter erheblichem Kostendruck, hieß es. Für die weitere Entwicklung bleibe das internationale Marktumfeld entscheidend. Die Branche sei aufgrund ihres hohen Exportanteils stark von stabilen internationalen Rahmenbedingungen abhängig. Entsprechend groß sei die Bedeutung offener Märkte und verlässlicher Handelspolitik.