Schweizer Siege durch Ehammer und Kälin in Götzis

31.05.2026 • 18:48 Uhr
Schweizer Siege durch Ehammer und Kälin in Götzis

Die 51. Auflage des Mehrkampf-Klassikers in Götzis stand an diesem Wochenende im Zeichen der Eidgenossen. Mit Simon Ehammer und Annik Kälin gingen die Siege jeweils mit neuem nationalen Rekord und erstmals an Athleten aus der Schweiz. Ehammer, der schon nach dem ersten Tag voranlag, gewann den Zehnkampf vor dem deutschen Weltmeister Leo Neugebauer. Der achtfache Götzis-Rekordsieger Damian Warner wurde nur Vierter. Kälin siegte knapp vor der Niederländerin Emma Oosterwegel.

Ehammer verbesserte den Rekord, den er im Vorjahr in Vorarlberg aufgestellt hatte, um 203 Zähler und siegte mit 8.778 Punkten. Grundlage für den Erfolg des 26-Jährigen war der Weitsprung am Samstag, bei dem er mit 8,51 m eine Weltbestmarke bei einem Zehnkampf aufstellte. Mit elf Sekunden Vorsprung auf Neugebauer ging er in den abschließenden 1.500-m-Lauf, in dem er nur vier Sekunden auf den Deutschen verlor. “Unglaublich. Als Jugendlicher bin ich zuschauen gekommen, dann habe ich irgendwann einmal starten dürfen, gegen Damian (Warner) laufen dürfen, und jetzt gewinnst du gegen so starke Athleten”, sagte Ehammer im ORF-Interview.

Neugebauer (8.730) lag letztlich 48 Punkte zurück, auf Rang drei folgte sein Landsmann Niklas Kaul (8.528). Warner musste sich mit 8.497 Punkten und Rang vier begnügen. “Ich bin zufrieden mit dem ersten Tag, aber nicht mit dem zweiten”, sagte der Kanadier.

Kälin hat Sieg “immer erträumt”

Kälin übernahm mit Platz eins im Weitsprung, dem ersten Sonntag-Bewerb, die Führung und gewann schließlich 21 Punkte vor Oosterwegel, die mit 6.705 Punkten ihre persönliche Bestmarke verbesserte. Die zur Halbzeit führende aktuelle Hallenweltmeisterin Sofie Dokter aus den Niederlanden folgte ebenfalls mit eigenem Rekord von 6.627 Punkten. “Unglaublich. Dass ich zwei Tage so performen konnte. Hypomeeting-Siegerin ist was, was ich mir immer erträumt habe”, sagte Kälin im ORF-Interview. Chiara Schuler, die einzige Österreicherin im Feld, belegte mit 5.865 Punkten Rang 21.