Sieg und Rekord für Djokovic im Wimbledon-Achtelfinale

05.07.2026 • 20:43 Uhr

Tennis-Star Novak Djokovic steht beim Grand-Slam-Turnier in Wimbledon im Viertelfinale. Der Serbe setzte sich am Sonntag mit 7:6(6),6:3,3:6,6:3 gegen den russischen Qualifikanten Roman Safiullin durch und feierte seinen 106. Sieg im All England Club – das ist ein neuer Rekord. Bei den Frauen unterlag die Weltranglisten-Erste Aryna Sabalenka im Duell zweier Major-Siegerinnen Naomi Osaka 2:6,6:7(7). Im Doppel schied Lucas Miedler mit Francisco Cabral im Achtelfinale aus.

Unter der sengenden Sonne auf dem Centre Court verlief das Match für den als Nummer sieben gesetzten Djokovic alles andere als reibungslos. Er verlor zweimal seinen Aufschlag durch für ihn untypische Fehler, konnte aber bei einem Rückstand von 2:5 zwei Satzbälle abwehren und entschied den ersten Satz in einem hart umkämpften Tiebreak für sich. Den zweiten Durchgang gewann er dank feinen Serve-and-Volley-Spiels. Doch Safiullin, die Nummer 132 der Welt, stellte Djokovic weiterhin auf die Probe und sicherte sich den dritten Satz.

“Weiterer hart erkämpfter Sieg”

Nach einem hart umkämpften Spiel zum Auftakt des vierten Satzes legte Djokovic aber noch eine Schippe drauf, um den Sieg unter Dach und Fach zu bringen. Zum Drüberstreuen übertraf der 39-Jährige damit auch seinen eigenen Allzeit-Rekord an Siegen in Wimbledon. Im Viertelfinale trifft der “Djoker” entweder auf den an Position drei gesetzten Kanadier Felix Auger-Aliassime oder den Spanier Alejandro Davidovich Fokina.

“Ein weiterer hart erkämpfter Sieg”, sagte Djokovic. “Roman ist sehr gut und sehr aggressiv ins Spiel gekommen. Ich habe mich auf dem Platz nicht so wohl gefühlt.” Er habe “großen Respekt” vor Safiullin. “Ich wusste, dass es eine Herausforderung werden würde, mit ihm im Ballwechsel zu bleiben, vor allem gegen Ende, als man fast das gesamte Match gegen den Wind spielen musste.”

Nächste Wimbledon-Enttäuschung für Sabalenka

Sabalenka erlebt weiterhin eine enttäuschende Grand-Slam-Saison. In Wimbledon verlor die Belarussin das mit Spannung erwartete Achtelfinale gegen die Japanerin Osaka in zwei Sätzen. Sabalenka hat wie Osaka vier Grand-Slam-Titel gefeiert. Wimbledon aber ist das einzige Major, bei dem ihr der Finaleinzug noch fehlt. Die frühere Weltranglisten-Erste Osaka bleibt dagegen in Wimbledon im Titelrennen und bekommt es im Viertelfinale mit Karolina Muchova zu tun. Die Tschechin besiegte ihre Landsfrau und Wimbledon-Siegerin von 2024 Barbora Krejcikova 7:5,5:7,6:3. Pegula, als Nummer vier gesetzt, hatte nach Startschwierigkeiten 4:6,6:3,6:1 in einem US-amerikanischen Duell mit der als Nummer 16 gesetzte Iva Jovic gewonnen.

Im Doppelbewerb musste sich Miedler mit seinem portugiesischen Partner Cabral den als Nummer sieben gesetzten Deutschen Kevin Krawietz und Tim Pütz geschlagen geben. In einer ausgeglichenen Partie fiel die Entscheidung gleich zweimal im Tiebreak, in dem jeweils das deutsche Spitzenduo die Oberhand behielt und sich letztlich mit 7:6(3), 7:6(7) durchsetzte. Im zweiten Satz ließen Miedler und Cabral einen Satzball ungenützt.

Damit ist Neil Oberleitner der einzig verbliebene Österreicher beim dritten Major des Jahres. Mit seinem tschechischen Partner Petr Nouza trifft er am Montag auf die als Nummer drei gesetzten Briten und Titelverteidiger Julian Cash/Lloyd Glasspool.