Siemens Healthineers senkt Prognose wegen China-Problemen

07.05.2026 • 08:41 Uhr
Siemens Healthineers senkt Prognose wegen China-Problemen

Anhaltende Probleme der Labordiagnostik-Sparte in China sowie die wieder steigende Inflation lassen den deutschen Medizintechnikkonzern Siemens Healthineers für das laufende Geschäftsjahr pessimistischer werden. So soll der Umsatz 2025/26 (per Ende September) auf vergleichbarer Basis um 4,5 bis 5,0 Prozent steigen, teilte das Unternehmen am Donnerstag in Erlangen mit. Zuvor hatte Siemens Healthineers ein Wachstum von 5,0 bis 6,0 Prozent in Aussicht gestellt.

Ausgeklammert sind dabei Währungs- und Portfolioeffekte. Das bereinigte Ergebnis je Aktie sieht der Konzern nun bei 2,20 bis 2,30 Euro. Hier hatte das obere Ende der Spanne zuvor bei 2,40 Euro gelegen. Analysten rechneten bisher mit Werten am oberen Ende der neuen Prognose.

Im zweiten Geschäftsquartal verzeichnete Siemens Healthineers einen Umsatzrückgang von 3,9 Prozent auf knapp 5,7 Mrd. Euro. Auf vergleichbarer Basis erzielte das Unternehmen ein Plus von 3,1 Prozent. Während das Kerngeschäft mit der Bildgebung sowie Precision Therapy zulegen konnte, verzeichnete die Labordiagnostik währungsbereinigt deutliche Rückgänge. Dabei kämpft die Sparte weiter mit einem schwierigen Marktumfeld in China. Siemens Healthineers hat das Geschäft vor einiger Zeit zur Disposition gestellt. Unter dem Strich verdiente der Konzern mit 512 Mio. Euro 4,5 Prozent weniger.