SOS-Kinderdorf International beschloss Reformmaßnahmen

23.10.2026 • 09:40 Uhr
SOS-Kinderdorf International beschloss Reformmaßnahmen

SOS-Kinderdorf International, dem SOS Kinderdorf Österreich nach einer Suspendierung wieder angehört, hat bei seiner Generalversammlung Reformmaßnahmen zur Stärkung des Kinder- und Jugendschutzes, der Transparenz und der internen Kontrollmechanismen beschlossen. Die Maßnahmen sollen dazu beitragen, vergangene Versäumnisse aufzuarbeiten und die Verantwortung innerhalb der internationalen Föderation zu stärken, teilte die Organisation am Freitag in einer Aussendung mit.

Zu den beschlossenen Maßnahmen zählen eine unabhängige externe Evaluierung der bisherigen Reformen, Änderungen der Statuten sowie neue verbindliche Standards für die gesamte Organisation. Auch die Geschäftsordnung des Wahlausschusses wurde geändert. Darüber hinaus wurden Vertreter für mehrere Gremien gewählt, darunter den Wahl-, den Compliance- sowie den Mitgliedschaftsausschuss.

Die neuen Mitgliedsvereine kommen aus Benin, Bosnien und Herzegowina, der Elfenbeinküste und Liechtenstein. Ihre Aufnahme soll die internationale Zusammenarbeit stärken. “Unsere Föderation stellt sich ihren Herausforderungen, trifft wichtige Entscheidungen und geht den Weg der Erneuerung gemeinsam weiter”, erklärte Geschäftsführerin Jessica Harmer. Nun gelte es, die Beschlüsse in konkrete und nachhaltige Verbesserungen für Kinder, Jugendliche und Familien umzusetzen.

SOS Kinderdorf Österreich wieder dabei

SOS-Kinderdorf Österreich ist im Oktober 2025 nach dem Bekanntwerden von massiven Missständen vom internationalen Dachverband suspendiert worden. Wie SOS-Kinderdorf International auf APA-Anfrage mitteilte, wurde die Suspendierung der Organisation inzwischen unter Auflagen wieder aufgehoben.