Sportshirt-Test mit großteils sportlichen Ergebnissen

01.10.2026 • 05:00 Uhr
Sportshirt-Test mit großteils sportlichen Ergebnissen

Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) hat gemeinsam mit anderen europäischen Verbraucherorganisationen Sportshirts getestet – mit fast durchwegs positiven Ergebnissen: Nur drei von 16 in Österreich erhältlichen Trainingsleiberln wurden als “weniger zufriedenstellend” bewertet. Der Rest schnitt “sehr gut” und “gut” ab. Getestet wurden Erwachsenen-Sport- und Laufshirts, die überwiegend aus Kunstfasern bestehen.

Im Fokus standen unerwünschte Chemikalien, die Freisetzung von Mikrofasern, textile Eigenschaften sowie die Kennzeichnung. “Insgesamt fiel dieser Test damit deutlich besser aus als eine im Mai vom VKI publizierte Untersuchung zu UV-Shirts für Kinder”, bilanzierten die Fachleute. Zehn “Sehr gut”, drei “Gut” sowie drei “Weniger zufriedenstellend” wurden vergeben. Bei den Schlusslichtern handelt es sich um das “Velocity Laufshirt” von Puma, das “Schnelltrocknende Laufshirt für Herren” von 4F und das “UA Vanish Seamless Short Sleeves” der Marke Under Armour.

Schadstoffgehalt als Kritikpunkt

Weder Formaldehyd noch Azo- oder andere untersuchte verbotene Farbstoffe wurden gefunden. Nachgewiesen wurden BPA, BPF und BPS. Die höchste gemessene Bisphenolmenge (BPF) wurde im Shirt von Under Armour entdeckt. Es fiel, wie auch das Shirt von 4F, beim Punkt Schadstoffe durch. “Ein Zusammenhang zwischen Marke, Preis oder Materialzusammensetzung lässt sich hier nicht erkennen”, sagte VKI-Chemikalienexpertin Birgit Schiller. “Bisphenole wurden sowohl in Polyesterprodukten als auch in Mischgeweben gefunden. Von keinem der belasteten Produkte geht aber eine unmittelbare Gefahr aus.”

Auch die Freisetzung von Mikrofasern wurde analysiert. “Kleidung kann beim Tragen, Waschen und Altern Fasern verlieren. Diese Fasern können ins Abwasser und dadurch in Gewässer gelangen. Viele Studien belegen, dass Textilfasern als eine bedeutende Quelle für Mikroplastik in der Umwelt gelten”, erläuterte Schiller. Gemessen wurde die Faserfreisetzung nach fünf Waschgängen.

Den mit Abstand höchsten Wert erzielte das “Velocity Laufshirt” von Puma. Es setzte etwa viermal so viele Mikrofasern frei wie der Durchschnitt der untersuchten Leiberl. Dadurch – und aufgrund der Bisphenolbelastung – erhielt das Markenprodukt nur eine “weniger zufriedenstellende” Gesamtbewertung. Wenig überzeugend waren in diesem Prüfpunkt laut VKI zudem das “Adidas Runners T-Shirt Genderneutral”, das “Decathlon Kiprun Run 500” und das “Nike Stride”.

(S E R V I C E – Eine Umfrage des VKI untersucht, wie gut Verbraucher über Schadstoffe in Alltagsprodukten informiert sind und wie sich dieses Wissen auf ihr Konsumverhalten auswirkt. Jetzt anonym teilnehmen: )