Stromnetz in Kuba erneut landesweit zusammengebrochen

04.08.2026 • 03:29 Uhr

Kubas nationales Stromnetz ist am Montag erneut landesweit zusammengebrochen. Dies berichteten staatliche Medien, während die Regierung versuchte, das System nach einem landesweiten Stromausfall in der Nacht zum Sonntag wiederherzustellen. “Trotz der heute erzielten Fortschritte löste eine Schwankung den Zusammenbruch aus”, sagte der Nachrichtenchef des staatlichen kubanischen Fernsehens, Lazaro Manuel Alonso.

Stromausfälle, die die gesamte Insel mit ihren rund zehn Millionen Einwohnern betreffen, sind in den vergangenen Monaten immer häufiger geworden. Allein im Juli war Kuba von drei Ausfällen innerhalb von neun Tagen betroffen.

Das veraltete kubanische Stromerzeugungssystem leidet unter Treibstoffmangel und einer maroden Infrastruktur. Die Regierung in Havanna macht dafür das jahrzehntealte US-Handelsembargo verantwortlich. Die Regierung in Washington erklärt hingegen, die Stromausfälle seien auf die Misswirtschaft der staatlichen kubanischen Wirtschaft zurückzuführen. Ein von den USA verhängtes Ölembargo hat die Energieinfrastruktur der Insel zusätzlich belastet, nachdem Venezuela als Hauptlieferant für Treibstoff ausgefallen war.