Tag des Feuersalamanders erinnert an “Salamanderfresser”

02.09.2026 • 10:51 Uhr
Tag des Feuersalamanders erinnert an "Salamanderfresser"

Anlässlich des Tages des Feuersalamanders am 3. September hat der Tiergarten Schönbrunn am Mittwoch die Gefahren der als “Salamanderfresser” bekannten Pilzerkrankung hervorgehoben. Für die Amphibien ist diese, neben dem Verlust ihres Lebensraums, eine der größten Bedrohungen. In Österreich wurde der Pilz bisher nicht nachgewiesen, trotzdem plädieren Wissenschafter für Vorsichtsmaßnahmen. Der Pilz ist für Menschen ungefährlich.

Da der “Salamanderfresser” eine reine Wildtierkrankheit ist, erhält er weniger Aufmerksamkeit als sogenannte Zoonosen – Krankheiten, die auch auf den Menschen überspringen können. Der Tiergarten Schönbrunn fordert, auch reine Wildtierkrankheiten stärker in den Fokus zu rücken, da diese die gesamte Artenvielfalt und das Funktionieren von Ökosystemen gefährden. In Belgien, den Niederlanden und Deutschland löschte die Infektion bereits Teilpopulationen des Feuersalamanders aus. In Österreich wurde der Pilz bisher nicht nachgewiesen. Dennoch besteht hier ein ähnlich hoher Überwachungsaufwand wie in Ländern, in denen der Pilz bereits vorkommt.

Zur Bekämpfung des “Salamanderfressers” plädieren Wissenschafter für eine EU-weite Koordination, grenzübergreifende Schutzmaßnahmen sowie strukturelle finanzielle Unterstützung. Auch der Einzelne kann dazu beitragen, die Verschleppung zu verhindern. Wanderschuhe und andere Ausrüstung sollten nach Ausflügen gründlich gereinigt und getrocknet werden. Pflanzen und Tiere aus Terrarien dürfen nicht ausgesetzt werden, da sie den Erreger verbreiten können. Funde toter Salamander oder Molche, die eindeutig nicht überfahren wurden, sollten gemeldet werden.