Tennis: Rodionov stellt im Davis Cup gegen Belgien auf 1:0

18.09.2026 • 15:30 Uhr

Österreich führt nach dem Auftaktmatch des Davis-Cup-Länderkampfs gegen Belgien 1:0. Die heimische Nummer eins, Jurij Rodionov, besiegte am Freitag vor 3.500 Zuschauern auf der Anlage des WAC im Wiener Prater Gauthier Onclin 6:4,6:1. Im Anschluss spielt Lukas Neumayer gegen Belgiens Topmann Zizou Bergs das zweite Einzel dieser Begegnung der 2. Qualifikationsrunde. Der Davis Cup wird am Samstag (ab 11.00 Uhr) mit einem Doppel und mindestens einem weiteren Einzel entschieden.

Rodionov tat sich zu Beginn und am Ende des Spiels etwas schwer, man merkte durchaus den Druck des Favoriten, der auf ihm lastete. “Natürlich. Es ist eine komplett andere Situation, als ich es normalerweise gewohnt bin”, sagte Rodionov und ging näher darauf ein. “In den letzten Davis Cups war ich immer der Außenseiter und konnte frei aufspielen und es war im Ausland. Diesmal spielen wir in Österreich, in Wien und beim WAC. Ich wohne seit 2020 in Wien und habe für den WAC viele Jahre gespielt, deswegen macht es das umso persönlicher für mich. Ich musste quasi liefern, in dieser Situation war ich nicht so oft.”

Erst sechsten Matchball genutzt

Rodionov tat sich in dem von langen Grundlinienduellen geprägten Match zunächst schwer. Zwar schaffte er zum 4:2 das erste Break, vergab dann aber eine Chance zum 5:2 und kassierte das sofortige Rebreak. Bei 4:4 und 15:40 sah es aus Rodionovs Sicht nicht gut aus, doch der Niederösterreicher drehte das Game und nutzte dann im zehnten Game nach 50 Minuten seinen ersten Break- und Satzball zum 6:4. Im zweiten Durchgang schaffte Rodionov ein frühes Break zum 2:0 und zog rasch auf 4:0 davon. Zwar gab er dann noch ein Service ab und brauchte nicht weniger als sechs Matchbälle, ehe er den Satz und das Match nach 1:29 Stunden mit 6:1 beendete.

Für Rodionov geht es am Samstag nach dem Doppel im Duell der Topspieler gegen Bergs, gegen den er eine 2:4-Bilanz stehen hat. “So wie ich im zweiten Satz bis 5:1 gespielt habe, das war schon ein sehr gutes Niveau. Ob es gegen Zizou reicht, ist natürlich fraglich. Heute habe ich sehr gut serviert, im ersten Satz habe ich mich mit dem Aufschlag gerettet.”

Der Sieger der Partie spielt vom 24. bis 29. November beim lukrativen Final 8 in Bologna. Und allein die Teilnahme würde ein Mindestpreisgeld von 500.000 Dollar sichern.