Testbetrieb für neues Polizei-Dienstmanagement startet

Mit Dienstag startet die sogenannte Test- und Einführungsphase für das neue Dienstzeitmanagement der Polizei. In fünf Bezirken quer durch Österreich – Bregenz, Linz, Leibnitz, Gänserndorf und Wien-Brigittenau – will das Innenministerium herausfinden, ob das neue System in Stadt und Land gleichermaßen funktioniert. Dem Ressort zufolge sollen die Dienstzeitsysteme harmonisiert werden. Dazu sollen Überstunden mehr auf Freiwilligkeit basieren, 24-Stunden-Dienste vermieden werden.
Letzteres ist allerdings nach Kritik der Personalvertretung für den Testbetrieb deutlich abgeschwächt worden. Die Gewerkschaft fürchtet auch Verdiensteinbußen. Dem hält das Ministerium entgegen, dass über die Freiwilligkeit für Überstunden auch deutlich mehr Verdienst möglich ist. Wer hingegen mehr Freizeit möchte, für den sei dann auch weniger Verdienst vorgesehen. Geht es nach der Intention des Ministeriums, sollen die Bürgerinnen und Bürger nichts oder nur insofern etwas mitbekommen, als mehr Polizeipräsenz verfügbar sei, wenn man sie brauche. Von der Gewerkschaft kam auch sonst viel Kritik. Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) zufolge wird es jedenfalls mit 1. April 2027 ein neues Dienstzeitmanagement geben.